Partnerschaft mit Bursa

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Seit 1997 bestehen in Kulmbach und Bursa Unesco-Clubs, die in engem und regelmäßigen persönlichen Kontakt stehen. Gemeinsam und mit Hilfe der Lions-Clubs in beiden Städten, wurde ein historisches Fachwerkhaus in Cumalikizik erworben, restauriert und einer nachhaltigen Nutzung zugeführt. Seit Jahren wird die Partnerschaft durch gemeinsame Exkursionen zu Welterbestätten sowie durch den jährlich stattfindenden Praktikantenaustausch des BSZ Kulmbach und der Topane-Schule Bursa gepflegt.

Entstehung der Schulpartnerschaft

Die UNESCO-Arbeit an der Hans-Wilsdorf-Schule geht auf Peter Josch zurück, der von 1970 – 1985 Schulleiter an der Berufsschule war. Herr Josch hat als Leiter der Berufsschule Neustadt bei Coburg nach dem Krieg die Notwendigkeit zur Überwindung von Grenzen früh erkannt und Praktikantenaustausche mit den Niederlanden durchgeführt. An seiner neuen Schule in Kulmbach regte er an, diese Arbeit im Sinne internationaler Verständigung und Zusammenarbeit fortzuführen.

Es wurden Verbindungen zu griechischen und türkischen Mitbewohnern Kulmbachs hergestellt, später auch zu Asylsuchenden und der Unterricht und das Schulleben auf die spezifischen Belange der wachsenden ausländischen Minderheit in Deutschland (siehe Chronik ) hin ausgerichtet. Einer der profiliertesten Partner in dieser Zeit war der türkische Architekt Cetin Özdoruk, beschäftigt in der Kulmbacher Firma WABAG in der Nähe der Schule. Herr Özdoruk engagierte sich als Motor des deutsch-türkischen Organisationskomitees in Kulmbach auf vielfältige Weise für die Belange seiner Landsleute. Die Berufsschule war für ihn ein häufig gesuchter und geschätzter naher Ansprechpartner.

Nachdem der 1984 durchgeführter Schüleraustausch mit Israel nicht fortgesetzt werden konnte, halfen die guten Beziehungen Herrn Özdoruks zu seinem Schulfreund Erdem Saker in Bursa die Türen zu öffnen. Herr Saker leitete in Bursa das staatliche Wasserversorgungsunternehmen DSI und stellte die Verbindung zur Tophane-Berufsschule her.

Deren Leiter Orhan Savaseri hatte eine der besten beruflichen Schulen der Türkei aufgebaut und griff die Gelegenheit beim Schopfe, die erste Partnerschaft zwischen einer türkischen und deutschen Berufsschule überhaupt zu begründen! Herr Saker hatte bereits gute Kontakte zu Deutschland über die Firma WABAG, die in Bursa Anfang der 80-er Jahre das erste Wasserwerk errichtet hatte. Verantwortlicher Bauleiter war dort der Kulmbacher Albert Gareis, der uns zu unserer Freude zusammen mit den bei DSI beschäftigten Ingenieuren Mümin Ersöz und Hasan Pacal 1985 bei unserer Ankunft in Istanbul begrüßte und betreute. Herr Gareis trat immer wieder als Scharnier zwischen Bursa und Kulmbach auf und kannte von seiner beruflichen Tätigkeit her die Kulmbacher Oberbürgermeisterin Inge Aures. So schloss sich der Kreis über etliche persönliche Netzwerke, der schließlich zur Schul- und Städtepartnerschaft zwischen Bursa und Kulmbach führte!P1080677 Empfang im Rathaus Bursa DIGITAL CAMERA 2904201309420574490001

Since 1997 there are UNESCO-Clubs in Kulmbach and Bursa, which are in close an regular personal contact. Together with the Lions-Clubs in both cities, a historic house in Cumalikizik was purchased, restored and delivered to a sustainable use. For years, the partnership is maintained thorough joint excursions to World Heritage sites as well es through the annual school-exchange of the BSZ Kulmbach and the Topane School Bursa.