Aktuelles

UNESCO-Clubs Bursa und Kulmbach am Ursprung unserer Zivilisation

November 2018

Zur Feier seines 20jährigen Bestehens hatte der UNESCO-Club Bursa auch drei Vertreter seines Partnerclubs aus Kulmbach in die südostanatolische Stadt Sanliurfa eingeladen. Dieser Ort wurde deshalb ausgewählt, weil in seiner Nähe der deutsche Archäologe Prof. Klaus Schmidt bei seinen Grabungen Mitte der 1990er Jahre ein steinzeitliches Bergheiligtum freigelegt hatte, das als erster Tempel der Menschheit charakterisiert wird. Die als Göbekli Tepe (bauchiger Hügel) bezeichnete Grabungsstätte liegt auf dem mit 750 Meter höchsten Punkt einer Bergkette. Ihre Entdeckung stellte eine archäologische Sensation dar. Sie ist sowohl wegen ihrer immensen Größe als auch ihres Alters sehr bemerkenswert.

Göbekli Tepe ist eine Anordnung von mindestens zweihundert T-förmigen Steinsäulen mit einer Höhe von bis zu 6 Metern und einem Gewicht von 22 Tonnen. Die kreisförmig angeordneten Säulen sind mit Bildern und schwer zu entschlüsselnden Piktogrammen bedeckt. Diese Zeichen stellen zwar keine Schrift dar, aber vielleicht allgemein verständliche heilige Symbole, wie man sie auch in jungsteinzeitlichen Höhlen fand. Bei den Tierabbildungen handelt es sich v.a. um Löwen, Stiere, Keiler, Füchse, Gazellen und Schlangen. Vereinzelt werden menschliche Wesen, vorwiegend Männer, dargestellt, lediglich eine Frau wird bei einer Entbindung gezeigt.

Die physischen Aspekte der archäologischen Stätte Göbekli Tepe sind erstaunlich, aber ihre Datierung überraschte die Forscher.

Die Pfeiler von Göbekli Tepe stehen seit mindestens 12.000 Jahren, 10.000 davon begraben unter riesigen Erdmassen. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, ob dies absichtlich durch Menschen oder durch Naturereignisse geschah. Es gibt die Theorie, dass die Gesellschaft die Denkmäler vor der Katastrophe schützen wollte, die damals, am Ende der „jüngeren Dryas“, der Welt dramatische Klimaveränderungen brachte. Entstehung und Untergang von Göbekli Tepe entfiel genau in diesen Zeitrahmen.

Professor Schmidt ging davon aus, dass die Menschengruppen, die das Monument errichteten, sehr viel komplexer organisiert waren, als man dies für Jäger und Sammler bisher annahm. Außerdem verdeutlicht das Fehlen von Hinweisen auf eine Wohnnutzung, dass die Errichtung monumentaler Bauwerke in der Menschheitsgeschichte der sogenannten Neolithisierung (Sesshaftwerdung mit Ackerbau und Viehzucht) vorausging. Der Hügel diente offenkundig verschiedenen Gruppen als religiöses Zentrum. Dafür waren sie bereit, größte Anstrengungen auf sich zu nehmen. Man hat errechnet, dass der Transport der mehrere Meter hohen und bis zu zehn Tonnen schweren Pfeiler die Kraft von 500 Menschen erforderte. Hinzu kamen die umfangreichen Steinmetzarbeiten. Die Leute dafür mussten freigestellt und versorgt werden, was erhebliche Ressourcen, technische und künstlerische Fähigkeiten verlangte und – nicht zuletzt – einen festen Glauben.

Die Funde von Göbekli Tepe befinden sich mehrheitlich im archäologischen Museum von Şanlıurfa, einem Neubau mit eindrucksvoller Architektur, den die Reisegruppe nach dem Besuch der Grabungsstätte besuchte.

Şanlıurfa ist außerdem ein bedeutender Wallfahrtsort für den Islam, denn hier soll Abraham (Ibrahim) gelebt haben. Aus islamischer Sicht wurde Abraham hier geboren, seine angebliche Geburtshöhle wird verehrt und ist eine wichtige Pilgerstätte.

Eine zentrale Stätte in der Stadt ist die Moschee und der zum Komplex gehörende Teich des Abraham mit heiligen und unantastbaren Karpfen. Die Legende besagt, dass Gott Abraham, der auf einem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte, errettete, indem er das Feuer in Wasser verwandelte und Glutbrocken zu Karpfen wurden.

Die im nördlichen Mesopotanien gelegene, karge Gegend profitiert vom Bau des riesigen Atatürk-Staudammes, 40 km nördlich von Sanliurfa. Die Wasser des Euphrat können damit kontinuierlich genutzt werden, u.a. zum Anbau von Baumwolle. Große militärische Sperrbezirke im Umkreis der Stadt lassen erkennen, dass beträchtliche Anstrengungen erforderlich sind, um die innere und äußere Sicherheit zu garantieren. Die Region gehört zum zentralen Siedlungsgebiet der Kurden und die Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien ist nicht weit.

In dessen Nähe führte ein abschließender Ausfug nach Harran, 20 km vor der syrischen Grenze. Der Ort ist für seine bienenstockförmigen Häuser bekannt, seine Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Arabern. Dort sind noch die Überreste der vermutlich ältesten Universität der islamischen Welt sowie ein Minarett einer dazugehörigen Moschee zu sehen. Von Harran zog der Erzvater Abraham weiter nach Kanaan, ins gelobte Land.

Abraham ist als Stammvater Israels eine zentrale Figur des Alten Testaments. Er gilt auch als Stammvater der Araber; von seinem Sohn Ismael soll der Prophet des Islam, Mohammed, abstammen. Abraham gehört zusammen mit seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob zu den Erzvätern, aus denen laut biblischer Überlieferung die Zwölf Stämme des Volkes Israel hervorgingen. Wer wie die UNESCO Verbindendes und nicht Trennendes zwischen Kulturen und Religionen sucht, der wird bei Abraham fündig. Seine Person spielt in allen drei großen Weltreligionen eine wichtige Rolle. Diese gemeinsamen Wurzeln zu erkennen und aufzuzeigen kann dazu dienen, entstandene Ängste und Vorbehalte abzubauen und ein friedliches Miteinander zu erleichtern.

Diesem Ziel dient auch die 20jährige Freundschaft zwischen den UNESCO-Clubs in Bursa und Kulmbach, die aus der Partnerschaft der beiden Beruflichen Schulen beider Städte entstand. Auf diese Bezüge gingen auch mehrere Redner einer schlichten Feier am Abend des mit Höhepunkten gespickten Tages ein. Vorsitzender Hartmut Schuberth bedankte sich bei seiner Kollegin Esra Minez für die Einladung zu dieser außergewöhnlichen Exkursion und regte an, sich künftig gemeinsam noch intensiver mit zentralen UNESCO-Themen wie Sicherung der Menschenrechte und einer nachhaltigen Entwicklung zu beschäftigen. Auch Schulleiter Alexander Battistella versprach, dass der seit 1985 betriebene Austausch von Praktikanten mit Bursa weiterhin fest zum Profil des Beruflichen Schulzentrums gehören werde.

Nach der Rückkehr nach Bursa stand noch ein Besuch der Tophane-Schule sowie der Merino-Grundschule auf dem Programm, wo Erfahrungen bei der Beschulung von Flüchtlingen ausgetauscht wurden.

UNESCO-Club auf den Spuren des Welterbes in Berlin und Potsdam

Oktober 2018

Die diesjährige Welterbe-Exkursion führte Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg für drei Tage nach Berlin und Potsdam.

Am ersten Tag stand ein Besuch im Bundestag auf dem Programm. Die direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete Emmi Zeulner ließ es sich trotz einer parallel verlaufenden Bauausschusssitzung nicht nehmen, mit den Besuchern aus der Heimat über eine Stunde lang aktuelle Themen zu besprechen. Zur Sprache kamen insbesondere Fragen im Zusammenhang mit der häuslichen Pflege und kontrovers diskutierte Verkehrsprojekte im Landkreis. Die Abgeordnete sicherte zu, sich für die Aufnahme der Elektrifizierung der Bahnstrecke in den vorrangigen Bedarf einzusetzen.

Zum Ausklang am Abend ein Besuch im Friedrichstadtpalast, dem größten Revuetheater Europas, an dessen beeindruckender Show vor allem die Akrobatik faszinierte.

Der nächste Vormittag brachte eine hervorragende Führung im Neuen Museum mit dem von Schliemann ausgegrabenen Schatz des Priamos aus dem antiken Troja, dem Xantener Knaben, einer Bronzefigur aus der Römerzeit in Germanien, die 1858 bei Niedrigwasser im Rhein entdeckt worden war und als Höhepunkt die Büste der ägyptischen Köngin Nofretete aus der Mitte des 2. Jahrtausends v.Chr. An der Restaurierung der fünf Museen der 1999 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Museumsinsel, die 2025 beendet sein wird, war übrgens auch die Kulmbacher Firma Stahlbau Dörnhöfer beteiligt.

Am Nachmittag waren die Kulmbacher zu einem Kiezspaziergang mit Bürgermeister Naumann vom Bezirk Charlottenburg/Wilmersdorf eingeladen, den seit Jahrzehnten eine Partnerschaft mit dem Landkeis Kulmbach verbindet. Im Rahmen dieser freundschaftlichen Beziehungen, die Landrat Klaus Peter Söllner erst wenige Tage zuvor bei einem Besuch in Berlin gepflegt hatte, waren sowohl Gruppen des UNESCO-Clubs wie auch des Beruflichen Schulzentrums schon mehrmals Gäste dieses Berliner Bezirkes. Eine weitere Verknüpfung zu Kulmbach fand sich beim Halt vor einem großen Gebäude in der Witzlebenstraße in Charlottenburg: Hier tagte zwischen 1936 und 1943 das Reichskriegsgericht, das 260 Kriegsdienstverweigerer und zahllose Frauen und Männer des Widerstands wegen ihrer Haltung zu Nationalsozialismus und Krieg zum Tode verurteilte und sie hinrichten ließ. Einer dieser Kriegsdienstverweigerer war der Triebenreuther Bauernsohn Alfred Andreas Heiß, der es abgelehnt hatte, für den nationalsozialistischen Staat Dienst als Soldat zu tun, „da der Nationalsozialismus antichristlich eingestellt sei“. Für diese Haltung wurde Heiß am 24. September 1940 in Brandenburg hingerichtet. Die unbeugsame Konsequenz in der Haltung dieses tiefgläubigen Menschen aus unserer Nachbarschaft verlangt uns auch heute noch höchsten Respekt ab.

Als originelles Gastgeschenk erhielten die Kulmbacher von Bürgermeister Naumann Tickets zu einer großen nächtlichen Stadtrundfahrt anlässlich des Projektes „Berlin leuchtet“.  Im Rahmen eines Lichterfestes wurden zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Innenstadt wie das Brandenburger Tor, der Berliner Dom und auch das Schloss Bellevue kunstvoll illuminiert und konnten bei mehreren Busstopps im Rahmen einer Fotosafari von den staunenden Gästen aus der Provinz fotografisch festgehalten werden.

Der dritte Tag stand wieder ganz im Zeichen des Welterbes, diesmal in Potsdam am Jagdschloss Glienicke mit einem „Spaziergang durch das Welterbe“, der vom Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit organisiert worden war. Mit Dr. Ramona Dornbusch, der Welterbereferentin des Landes Berlin, hatten die Berliner UNESCO-Freunde eine qualifizierte Kennerin der Materie gefunden, die den Exkursionsteilnehmern aus Kulmbach wie aus Berlin etliche neue Details im Umfeld dieses Welterbes erschließen konnte, das bis zur Wende an der Schnittstelle zwischen Ost und West lag. Die Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam dürfte dagegen Vielen als Ort des Austausches von Agenten in Zeiten des Kalten Krieges bekannt sein.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen auf der Terrasse des Blockhauses Nikolskoe mit Blick zum Wannsee und dem Dank für diese sehr intereressante Führung an die Berliner UNESCO-Freunde klang dieser letzte Programmpunkt der dreitägigen Exkursion aus.

 

Besuch des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth

Juli 2018

Nach fast sechsjähriger Restaurierung der vollständig aus Holz bestehenden Innenhülle ist das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth im April 2018 wiedereröffnet worden. Dies war für unseren Verein Anlass, unseren Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, sich selbst vom Erfolg der Renovierungsarbeiten zu überzeugen. Wir hatten bereits 2012, kurz nach Aufnahme dieses einzigartigen Monuments barocker Musikkultur in die Liste des Weltkulturerbes und vor Beginn der Bauarbeiten, das Haus im damaligen Zustand besichtigt. Umso beeindruckter waren wir jetzt vom   Ergebnis der Arbeiten: Das Haus erstrahlt wieder in seinem originalen, ursprünglichen Glanz. Die Restauratoren haben Schicht für Schicht der Übermalungen abgenommen, um die ursprüngliche Farbe wieder zu Tage treten zu lassen. Wir erleben die Festarchitektur des Hauses heute genauso wie seine Erbauerin, die Markgräfin Wilhelmine, vor 270 Jahren anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth Friederike Sophie. Mit diesem einzigartigen Bau, der damals die größte Bühne Europas aufwies, wollte die Markgräfin die Opern von Wien und Dresden übertreffen. Dazu holte sie den italienischen Baumeister Galli-Bibiena aus Dresden, dem der Innenausbau innerhalb eines Jahres gelang. Dank des glücklichen Umstandes, dass nachfolgende Markgrafen nach Wilhemines Tod das Haus haben schließen lassen, finden wir in Bayreuth heute „das bedeutendste und besterhaltene Beispiel barocker Theaterkultur. Es repräsentiert die höfische Opernhausarchitektur des 18. Jahrhunderts und gilt als eines der wichtigsten baulichen Zeugnisse der absolutistischen Gesellschaft.“ (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/markgraefliches-opernhaus-bayreuth) Unter diesem Aspekt sind die Kosten der Sanierung in Höhe von 32 Mill. € gut angelegtes Geld in unserer Region.

Ein geführter Spaziergang rund um das Opernhaus komplettierte die im Inneren u.a. bei einer Videopräsentation gewonnenen Eindrücke und ermöglichte, historische Bezüge zu diesem Bauwerk herzustellen.

Die große Teilnehmerzahl an dieser Exkursion verdeutlicht die Faszination, die diese in unserer unmittelbaren Nachbarschaft liegende Welterbestätte auch heute noch ausübt.

Nach diesem kulturellen Highlight ließen es sich die meisten Besucher nicht nehmen, ein kulinarisches Schmankerl Bayreuths, das In-Lokal Liebesbier, zu testen und dort den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

UNESCO-Club fördert Bildung am Paul-Gerhardt-Kindergarten

Juli 2018

Eine Experimentierbox zum Thema Magnetkraft übergab der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg für die pädagogische Arbeit des Paul-Gerhardt-Kindergartens, einer Einrichtung der DIE KITA eGmbH. Die Kinder können mit diesen Materialien in der Lernwerkstatt eigene Erfahrungen mit den unsichtbaren Kraftfeldern des Magnetismus sammeln und die Wirkung von Magnetkräften selbst erkunden. Monika Hoffmann, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich herzlich für diese sinnvolle Sachspende, die im Aufgabenbereich Technik und Natur einen festen Platz finden werde.

Neben vielfältigen Angeboten im Bereich Kultur für seine Mitglieder gehört zu den Leistungen des UNESCO-Clubs seit Jahren die Unterstützung interkulturell ausgerichteter Projekte des Beruflichen Schulzentrums, insbesondere des Austausches von Praktikanten mit der Partnerstadt Bursa, sowie der jährlich stattfindenden Interkulturellen Woche in Kulmbach.

Der Paul-Gerhardt-Kindergarten in Kulmbach wurde vor Jahren auf Initiative von Hartmut Schuberth als bisher einziger Kindergarten in das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Bayern aufgenommen und hat dort gegenwärtig den Status einer mitarbeitenden Bildungseinrichtung.

Besuch der Ausstellung Söldner, Schrecken, Seuchen

Juni 2018

Im Gedächtnisjahr zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges bietet unser Verein zwei Veranstaltungen an: Im Juni 18 eine Führung in der Sonderausstellung „Söldner, Schrecken, Seuchen. Franken und Böhmen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges“ im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld und im Januar 19 den Vortrag von Wolfgang Schoberth „Kulmbach im Dreißigjährigen Krieg“.

Die Ausstellung stellt die Ereignisse in unserer Region in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Sicht der damals lebenden einheimischen Bevölkerung vor. Die großräumigen europäischen Ereignisse immer im Blick behaltend, vermittelt das Museum so anhand von lokalen und regionalen Beispielen die erschütternde Zeitepoche zwischen 1618 und 1648.

Zahlreiche originale Objekte sowie Biographien aus jener Zeit erlauben einen sehr persönlichen Einblick in die Lebenswelt der Menschen zu einer Zeit, in der Glück und Schrecken sehr eng beisammen liegen konnten. Die Besucher erfahren, wie sich die aufbauenden Spannungen zwischen den protestantischen böhmischen Ständen auf der einen und dem Kaiser auf der anderen Seite verschärften und im Prager Fenstersturz mündeten. In erster Linie ging es in diesem Krieg schließlich nicht um Konfessionen, sondern um reine Machtpolitik.

Die wichtigsten Akteure des Krieges waren die Kaiser Matthias (bis 1619) und Ferdinand, der Winterkönig Friedrich und der König Gustav Adolf sowie die Heerführer Tilly und Wallenstein.

In der Fränkischen Schweiz konkurrierten mehrere Machtblöcke um die Vorherrschaft: Das Hochstift Bamberg, die Reichsstadt Nürnberg, die Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth und die Reichsritter. Gerade in den Anfangsjahren des Krieges war sich niemand über das wirkliche Ausmaß der Auseinandersetzungen im Klaren. Gerade der Markgraf versuchte, sich lange neutral zu verhalten.

In sehr eindrucksvoller Weise beschrieb Museumsführer Herr Wittenborn die Auswirkungen des Krieges für Dorf-, Stadtbewohner und die militärischen Akteure.

Die Bevölkerung lebte in offenen Dörfern oder in landwirtschaftlich geprägten Kleinstädten. Durch die unzureichende medizinische Versorgung auf dem Land verstarben viele Menschen schon sehr früh. Die Männer folgten dem Lockruf des Handgeldes bei der Anwerbung und verdingten sich fortan als Söldner.

Umgeben von einer Mauer boten Städte einen gewissen Schutz. Doch waren gerade die Städte auch lukrative Kriegsziele – konnte man doch von der Bürgerschaft Geld, Schmuck und andere Luxuswaren abpressen. Die Enge auf den Gassen und die fehlende Abwasserversorgung förderten das Ausbrechen von Seuchen.

Nicht selten pressten die Offiziere der Sieger die besiegten Feinde auch in die eigene Truppe hinein. So konnte es durchaus geschehen, dass ein Söldner mehrfach die Seiten wechselte und mal für die katholische Liga, mal für die protestantische Union kämpfte – unabhängig von seiner eigenen Konfession.

Viele Menschen an einem Ort, mangelnde Ernährung und unzureichende medizinische Versorgung führen schnell zu Seuchen. Immer wieder kommt es während des Krieges zum Aufflackern der Pest. Die Entvölkerung ganzer Landstriche führt zum Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung. Zeitzeugenberichte beschreiben, dass sich die Menschen aus Not von Eicheln, Hunden und Katzen ernährten, sogar von Kannibalismus wird berichtet.

Hinter den Aktionen der einzelnen Kriegsparteien ließ sich zusehends keine einem größeren Kriegsziel dienende Strategie erkennen. Vielmehr erscheinen die Kampfhandlungen als eine Art Privatkrieg einzelner Offiziere, die um eigene Vorteile zu erlangen eine Gegend terrorisieren. Die Situation erinnert an heutige Warlords.

Ab 1643 begannen in Westfalen die fünfjährigen Friedenskongresse. In Münster verhandelte der Kaiser mit Frankreich und in Osnabrück verhandelte er mit den Schweden. Schließlich konnten 1648 in den beiden Städten nach mehrmonatigen Verhandlungen die Friedensverträge erfolgreich zu Ende geführt werden.

 

Stadt Bursa prüft Wiederaufnahme der Kontakte zu Kulmbach

Juni 2018

Anlässlich der gegenwärtig noch laufenden 46. Begegnung zwischen den beiden UNESCO-Projektschulen aus Bursa und Kulmbach hielt sich auch eine Delegation des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg mit Vorsitzendem Hartmut Schuberth an der Spitze eine Woche lang in Kulmbachs Partnerstadt Bursa auf. Während die 8 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums ein einwöchiges Praktikum in türkischen Betrieben absolvierten bot der UNESCO-Club Bursa seinen deutschen Freunden ein umfangreiches Rahmenprogramm anlässlich seines 20jährigen Bestehens. Zum gleichen Jubiläum in Kulmbach war der örtliche Club vor einem Jahr Gastgeber einer Delegation aus Bursa.

Gemeinsame Programmpunkte beider Gruppen waren zunächst der Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Istanbul und dann in Bursa der Empfang in der Tophane-Berufsschule durch Schulleiter Yussuf Ay sowie anschließend der Empfang im historischen Rathaus von Bursa durch Ahmet Yildiz, einen der Stellvertreter des neuen Oberbürgermeisters Alinur Aktas. Aktas war im Herbst nach dem von Präsident Erdogan gewünschten Rücktritt des bisherigen OB Altepe gewählt worden. Mit diesem personellen Wechsel vollzog sich offensichtlich auch eine veränderte Haltung der Stadtspitze zu vorher auf Eis gelegten Partnerschaften der Stadt Bursa. Der neue OB schrieb unter anderem einen Brief an seinen Amtskollegen in Darmstadt, in dem er ihm versichert, sein Augenmerk sei „auf die Wiederbelebung unserer Städtegemeinschaft gerichtet“ (http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/ein-ueberraschender-brief-aus-bursa-fuer-darmstadt-15556903.html ). Diese neue Haltung interessierte natürlich auch die Gäste aus Kulmbach bei ihrem Besuch im Rathaus. Nachdem Schulleiter Alexander Battistella Grüße von OB Henry Schramm ausgerichtet hatte, fragten die Kulmbacher nach den Chancen für eine Wiederaufnahme der Beziehungen auch zu Kulmbach. Nach Aussage des Stellvertreters von OB Akin ist auch dies ins Auge gefasst und Ankara vorgelegt worden. Entscheiden werde der Stadtrat von Bursa in einer seiner nächsten Sitzungen. Es gehe darum, im Interesse der Bürger beider Städte, zwischen denen bereits viele Freundschaften entstanden seien, nach vorne zu schauen und diese Kontakte zum Nutzen beider Völker fortzuführen.

Im Vorfeld des Besuches gab es ein Gespräch von Vertretern des UNESCO-Clubs Bursa mit dem neuen OB, in dem dieser um Unterstützung in kulturellen Angelegenheiten bat und seine Aufgeschlossenheit gegenüber UNESCO-Themen zum Ausdruck brachte. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Beziehungen zu Kulmbach von diesem frischen Wind im Rathaus von Bursa profitieren werden.

Zum UNESCO-Profil passten die beiden Besuche bei religiösen Minderheiten in Bursa, die auf Vermittlung von Dr. Metin Bozkurt, Mitglied im Kulmbacher UNESCO-Club, zustande kamen. In einem Gespräch beschrieb der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde die Lage dieser Religionsgemeinschaft: Von den ehemals 4000 vom spanischen König von Mallorca vertriebenen Juden, denen der Sultan einen kleinen Bezirk in der Altstadt geschenkt hatte, leben heute noch 60 in Bursa. Viele sind nach Palästina, in die USA oder Europa ausgewandert, zurück blieben meist Ältere. Die im Jahr 1942 begonnene minderheitenfeindlichen Politik führte dazu, dass Betriebe verstaatlicht, Immobilien in jüdische Stiftungen einzubringen waren, die unter Aufsicht des Staates stehen. Sehr anspruchsvoll erscheint der Wunsch der Gemeinde nach Aufnahme der älteren der beiden gezeigten Synagogen in die Liste des Weltkulturerbes, zu dem u.a. die große Moschee der Stadt gehört.

Der nächste Besuch galt der französischen Kirche in der Altstadt, die vor 2 Jahren angeblich vor der Schließung stand. Diese Meldung basierte schon beim damaligen Besuch von Hartmut Schuberth auf einem Missverständnis: Die Kirchengemeinde hatte lediglich versäumt, den Pachtvertrag mit der religiösen Stiftung, die ebenfalls unter Aufsicht des Staates steht, zu erneuern. Nachdem dies erfolgte, ist der Bestand und die Nutzung der Kirche gesichert. Gegenwärtig halten dort 3 christliche Kirchen am Sonntag nacheinander ihre Gottesdienste ab, was einmalig in der Welt ist: Zunächst die evangelische, dann die katholische und schließlich die orthodoxe Gemeinde. Insgesamt gehören etwa 200 Gläubige aus diesen Gemeinden zu den regelmäßigen Besuchern der Gottesdienste. Erfreulich ist, dass die im vergangenen Jahr erfolgte Außenrenovierung von der Stadt Bursa finanziert wurde. Eine Kirchenglocke gibt es gegenwärtig nicht, in Istanbul dagegen sind solche in Betrieb.

Der in Bursa wirkende evangelische Geistliche Ismail Kulakcoglu ist daran interessiert, auch zu einer Gemeinde in Kulmbach Kontakt aufzunehmen und evtl. einen Austausch bzw. eine gemeinsame Aktion vorzunehmen. Eine diesbezügliche Anfrage blieb das letzte Mal unbeantwortet. Mehr Glück hatte er in der anderen Partnerstadt Darmstadt: Von dort singt ein Chor in seiner Kirche zum nächsten Weihnachtsfest. Hartmut Schuberth sicherte ihm zu, sich noch einmal um einen Kontakt zu einer Kirchengemeinde in Kulmbach zu bemühen. Damit könnte neben Schule, Club und Kindergarten (Paul-Gerhardt) noch eine vierte Säule die Partnerschaft zwischen beiden Städten tragen.

Sehr beeindruckt zeigten sich die Gäste aus Kulmbach von der Exkursion in die Gegend von Kütahya mit einer Reisegruppe des UNESCO-Clubs Bursa. Neben Museums- und Moscheebesuch gab es zwei kulturelle Höhepunkte der Reise: Zum einen die erst in den letzten Jahrzehnten erfolgten Ausgrabungen in der antiken Stadt Aizanoi, wo ein imposanter Zeustempel und die erste Börse der Welt zu erkunden waren. Am zweiten Tag staunten die Reisenden über ein landschaftliches Phänomen in einem Tal zwischen den Orten Han und Seyitgazi, das sonst v.a. in Kappadokien bekannt ist: Die Erosion hat eindrucksvolle Felsformationen geschaffen, die Menschen seit fast 3000 Jahren genutzt haben, um sich darin Höhlen zu bauen zum Aufenthalt, für sakrale Zwecke oder auch als letzte Ruhestätte für ihre Toten. Eine Statue des sagenhaften Königs Midas mit den ihm von Apoll lang gezogenen Eselsohren in Yasilikaya und ein ihm zugeschriebenes, fast 20 m hohes mit Ornamenten dekoriertes Felsmonument zeugen von den Leistungen in der Vergangenheit dieses Landstriches. Die Gegenwart markieren dagegen die vielen verfallenen Anwesen der Bauern, die mit ihrem Beruf in dieser Gegend keine Zukunft mehr sahen und in die übervölkerten Metropolen Bursa (3 Mill. Einwohner) und Istanbul (17 Mill. EW) gezogen sind.

Auf einer abschließenden Sitzung im gemeinsam restaurierten Projekthaus im Welterbe-Dorf Cumalikizik besprachen Vertreter der beiden UNESCO-Clubs Projekte des vergangenen Jahres und Pläne für die Zukunft, zu der wieder gemeinsame Welterbe-Exkursionen zählen.

 

Exkursion zum jüdischen Friedhof in Burgkunstadt und zur Synagoge in Altenkunstadt

April 2018

Der denkmalgeschützte Friedhof an der Ebnether Straße ist mit seinen 2000 Grabsteinen nicht nur der größte jüdische Landfriedhof Bayerns, sondern einmaliges Studienobjekt für die Kulturgeschichte der Region und jüdisches Brauchtum. 1620 angelegt, war er Begräbnisort für israelitische Gemeinden des Obermaingebiets mit Orten wie Altenkunstadt, Burgkunstadt, Ebneth, Horb, Küps, Maineck, Rothwind und Kulmbach. Zeitweise gehörten auch Lichtenfels und Bayreuth dazu.

Der letzte Grabstein wurde 1940 gesetzt – zwei Jahre nach den Novemberpogromen, bei denen auch die Burgkunstadter Synagoge an der Kulmbacher Straße, heute eine Gedenkstätte, zerstört worden ist.

Auf Vermittlung unseres Mitglieds Otto Schuhmann übernahm Frau Inge Göbel, 2. Vorsitzende des Fördervereins Synagoge, die sachkundige Führung an beiden Gedenkstätten für die menschenverachtende Verfolgung einer Minderheit auch in unserer Region.

Unser Mitglied Wolfgang Schoberth hatte in einem Vorbericht in der Frankenpost auf historische Hintergründe sowie den Bezug zu Kulmbach hingewiesen und dies vor Ort erläutert.

Auch dank dieser professionellen medialen Vorbereitung fand unser Exkursionsangebot im April 18 eine sehr gute Resonanz bei unseren Mitgliedern und Gästen.

Jahreshauptversammlung unseres Clubs

März 2018

Stabwechsel im Vorstand

Foto: Links die bisherige 2. Vorsitzende des Clubs Sandra Bali, rechts die neugewählte Stephanie Hofstätter-Seyß. In der Mitte der Vorsitzende des UNESCO-Clubs Hartmut Schuberth

Bei der Jahreshauptversammlung am 8. März 2018 in der Hans-Wilsdorf gab es einen Wechsel im Vorstand unseres Vereins. Aus persönlichen Gründen schied die bisherige zweite Vorsitzende, Sandra Bali, aus. An ihrer Stelle wählten die Mitglieder Stephanie Hofstetter-Seyß, Personalleiterin in Selb.  Der Vorsitzende Hartmut Schuberth dankte der Scheidenden für ihre vielfältigen Verdienste, ihre Anregungen und ihr langjähriges Engagement. In einem Grußwort stellte Landrat Klaus Söllner die Bedeutung des UNESCO-Gedankens in einer Zeit zunehmendem Nationalismus heraus.

„Kunst am Bau“ in Kulmbach

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung stand ein Vortrag unseres Club-Mitglieds Wolfgang Schoberth über „Kunst am Bau“ in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in Kulmbach. Der Historiker betonte, dass die Bestandserfassung und der Umgang mit der „Kunst im öffentlichen Raum“ heute ein wichtiger Forschungsaspekt der Geschichtswissenschaft und der Denkmalpflege sei.

„Kunst am Bau“ ist eine seit 1950 in der Bundesrepublik bestehende Verpflichtung des Staates als Bauherr etwa 1 Prozent der Baukosten für Kunstwerke zu verwenden – das gilt für den Bund, die Länder und die meisten Kommunen. Auch viele private Bauherrn haben sich in den Nachkriegsjahren an dieser Verpflichtung orientiert.  Oft wurden bei den Ausschreibungen von den Jurys eher zweitklassige regionale Künstler beauftragt. Kulmbach ist mit hervorragenden, überregional bedeutenden Künstlern wie Hans Lewerenz, Caspar Walter Rauh, Erich Hiemisch und Max Wild jedoch hervorragend aufgestellt. Vieles ist erhalten, wenngleich die ausführende Künstler nicht mehr kennt und sich die Bedeutung ihrer Arbeiten nicht mehr erschließt.

Als exemplarisch für die Jahre 1950-1975 stellte der Referent folgende Arbeiten vor:

  • Gemeinnütziger Wohnungsbau an Caspar-Vischer-Straße: Reliefs von Hans Lewerenz (1952), die das Kulmbacher Stadtwappen, das Bayern-Emblem und Allegorie des „Arbeiters“ und der „Mutter mit Kind“ zeigen.
  • Der von 1950-1953 errichtete Wohnbock an Hermann-Limmer-Straße/Ängerlein mit sieben Terrakotta-Medaillons von Hans Lewerenz über den Eingängen.  Sie symbolisieren auf amüsante Weise menschliche Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kinder bekommen, Arbeiten und das Erlangen von Wohlstand („Dukatenscheißer“).
  • Die an der Ostseite über dem Eingang des Hardenbergblocks angebrachten Fresken, die Keramik-Reliefs am südlichen Flügel mit Allegorien der  vier Jahreszeiten und die grotesken Tonfiguren („Erotin und „Säufer“) über dem Durchgang zum Innenhof. Allesamt Kunstwerke von Hans Lewerenz um 1952-53.
  • Keramiken der heutigen Max-Hundt-Schule (Hans Lewerenz) an der nördlichen Außenfassade. Sie zeigen eine Allegorie der Weisheit und Tierreliefs (Hecht, Adler, strammer Hirsch). Die Fresken im Treppenhaus der 1953 eigeweihten Reformschule stammen von Georg Schmidt.
  • Mosaik am Trafo-Häuschen der BELG vor dem MGF-Gymnasium. Die 1958 entstandene Arbeit ist eines der seltenen Mosaike des Künstlers Caspar Walter Rauh, der vorwiegend gezeichnet, mitunter gemalt hat. Es zeigt exotische Tiere (Antilopen) der afrikanischen Savanne.
  • Das ungewöhnliche Ziffernblatt der Turmuhr der Petrikirche (1953). Statt der üblichen Ziffern verwendet der Künstler Hans Lewerenz karolingische Minuskel. Oben ist ein Kreuz zu sehen, unten ein Abendmahlskelch. Der Umlauf ergibt die Aufforderung „Betet“, „Wachet“. Kleiner Zeiger ist als Schwert modelliert, nach dem Paulus-Wort „Das Wort Gottes ist schärfer als ein Schwert “; der große Zeiger ist eine Lanze, die eine Schlange, das Böse, aufgespießt hat.
  • Die Werner-Grampp-Schule an der Hanns-Strehly-Straße mit zwei vorzüglichen Kunstwerken von 1974/1975: Der „Regenbogen“ von Hans Lewerenz und eine Keramik-Wand aus der Thurnauer Werkstatt von Heinz Schauder.
  • Das 1968 errichtetet Caspar-Vischer-Gymnasium, eine von dem Kulmbacher Oberstadtbaurat Fritz Kerling errichtete Architektur im Dessauer Bauhaus-Stil. Viele bedeutende Künstler waren in den Bau einbezogen –  Hans Lewerenz, Caspar Walter Rauh, Max Wild und der Bildhauer Günter Rossow.

Absolutes Highlight

Intensiv beschäftigte sich Wolfgang Schoberth mit dem von Rauh und Lewerenz gemeinsam geschaffenen Band-Mosaik im Atrium des Caspar-Vischer-Gymnasium.  Es durchzieht entlang der Fensterfront den gesamten Innenhof. Für den Historiker ist es das absolute Highlight der „Kunst am Bau“-Projekte in Kulmbach in den ersten Nachkriegsjahrzenten. Entstanden ist es 1967 in monatelanger Arbeit im Atelier von Lewerenz auf der Plassenburg. Die gereihten Mosaik-Felder sind spitz zulaufende, kubische, rechteckige, polygonale Farbgefüge aus winzigen Glas-Partikeln, die virtuos eingepasst sind.

Die Grundidee, der die beiden Künstler folgen, ist die Umsetzung von Johann Wolfgang von Goethes Farbenlehre, besonders seine Beobachtungen zur Verwandlung der Farben. Der Dichter und Naturforscher war nach der Untersuchung des Granits („Über den Granit“, 1784) im Fichtelgebirge und vulkanischen Gesteins in Italien (Besteigung von Vesus und Ätna, 1787) der Ansicht, dass die Erde einst durch Abschöpfung von Sonnenglut entstanden sei. Den Granitfels des Fichtelgebirges hielt er für das ausgehärtete heiße Erdinnere und damit für erstarrte Sonnenmaterie, also steingewordenes Licht.

Goethes Farbenlehre sichtbar gemacht

Für Goethe entstehen, wenn das Licht des Sonnenglanzes etwas Trübes durchwandert, wie die dunstige Atmosphäre beim Sonnenuntergang, dann ändert sich seine Farbe von Weiß über Gelb nach Rot. Rot geht bei weiterer Verdunklung ins Schwarze über.

Andererseits kann sich die biblische Finsternis, die wir am Sternenhimmel erblicken, durch den Dunst der Morgendämmerung über das Violette zum Blau, der Farbe Gottes, verändern und durch das Weiß der Wolken noch weiter aufgehellt werden. Es zeigt sich die Ambivalenz von Schwarz: Es kann sich nach beiden Seiten entwickeln – zum Roten oder zum Blauen.

Diese Reflexionen Goethes sind ganz in der Nähe von Kulmbach entstanden –  ein besonderer Anreiz für Lewerenz und Rauh, ihnen hier Gestalt zu verleihen, so der Referent.

Die Schülerinnen und Schüler des CV-Gymnasiums heutzutage haben ihre Freude an dem Farbenspiel, es inspiriert sie, sie spüren seine emotionale Wucht. Das von einem P-Seminar entwickelte Logo der Schule nimmt die Farben auf und variiert sie im Bild des „vischenden“ „Caspar“ in witziger Weise.

UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg besucht einziges Comic-Museum in Deutschland

Februar 2018

Im Rahmen der regelmäßigen Exkursionen, die der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg zu den Themen Welterbe, Geschichte und Kultur anbietet, führte eine Fahrt nach Schwarzenbach/Saale. Dort lebte Dr. Erika Fuchs, die nach dem Krieg Übersetzerin und Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins eines Stuttgarter Verlages wurde. Nach anfänglichem Zögern übertrug sie auch die Geschichten aus Entenhausen ins Deutsche und trug damit entscheidend dazu bei, die Kunstform des Comics in Deutschland populär zu machen.

Ihre Kreationen wie „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“, die sie dem Tüftler Daniel Düsentrieb in den Mund legte, prägen unseren Sprachgebrauch bis heute. Ihr Anspruch war es, nicht einfach nur zu übersetzen, sondern gutes Deutsch zu schaffen.

Anders als im Original zitierte Donald Duck bei ihr Schiller, waren die Figuren an ihrer Sprache erkennbar: Dagobert altfränkisch, die Panzerknacker im (Berliner) Ganoven-jargon, Tick, Trick und Track im Jugendslang, den Erika Fuchs Schulkindern im Bus ablauschte. Nicht zuletzt deutschte sie die Originalschauplätze um Duckburgh ein – in Entenhausen. Und mehr als das: Rund um Entenhausen tragen Orte Namen wie Kleinschloppen, Paulahölzchen oder Schnarchenreuth, Orte, die es in Erika Fuchs‘ zweiter Heimat Schwarzenbach tatsächlich gibt.

Ihr zu Ehren hat die Gemeinde 2015, 10 Jahre nach dem Tod der Künstlerin, ein auch architektonisch eindrucksvolles Museum gebaut, das die Besucher einbezieht und zur Aktion auffordert: Sie können sich selbst als Übersetzer der Walt-Disney-Comics versuchen. Sie sollen ausprobieren können, wie sich Geräusche in Worte fassen lassen und damit dem Erfolgsrezept der berühmten Übersetzerin Erika Fuchs nachspüren.

Materielle Basis der Ausstellung sind rund 3000 Figuren, die ein Sammler zur Verfügung gestellt hat. Alles, was zum „Kosmos der Enten“ gehört, ist vertreten: Tick, Trick und Truck, die Panzerknacker und natürlich Dagobert und Donald, dessen Reiz für den Sammler darin besteht, dass „er nicht aufgibt, obwohl er immer wieder eins auf den Deckel kriegt“.

Ein Besuch in diesem nach einem überzeugenden didaktischen Konzept gestalteten Museum lohnt auf jeden Fall, nicht nur für Kinder!

Herzlichen Glückwunsch, Hartmut Schuberth!

Januar 2018

Der Jubilar mit Ehefrau Elisabeth, den Enkeln Marie, Kilian und Clara und Landrat Klaus Peter Söllner im Kreis der Gäste von UNESCO-Club Bursa und Kulmbach und Beruflichem Schulzentrum

Hartmut Schuberth, Mitbegründer des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg und erster Vorsitzender, gratulieren wir herzlich zu seinem 70. Geburtstag! Als „Brückenbauer zwischen den Kulturen“ engagiert sich Hartmut Schuberth seit über 20 Jahren im Sinne des Unesco-Gedankens.

Anlässlich seines Geburtstages bat Hartmut Schuberth seine Gäste, statt persönlicher Geschenke eine Spende für die One World Secondary School in Kisangara/Tansania zu leisten. Die auf diese Weise angesammelte Summe stockte der Jubilar auf 2000 € auf und spendete dieses Geld für das Schulprojekt von Dr. Karl-Heinz Köhler, dem ehemaligen Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen in Deutschland.

Ab 2010 hat Dr. Köhler über sein privates Engagement und Spenden eine Modellschule aufgebaut, deren Profil sich insbesondere an den Grundsätzen der UNESCO ausrichtet. Konkret bedeutet das, dass die eigene Kultur und interkulturelle Aspekte zentrale Themenbereich sind, ebenso wie die Umsetzung von Demokratie und Menschenrechten. Das heißt im Schulalltag z.B. Verbannung von Gewalt aus dem Klassenzimmer sowie Einbeziehung der Schüler in Entscheidungsprozesse und Förderung ihrer Selbstständigkeit durch Gruppenarbeit. Das Schulkonzept sieht die Bereitstellung zahlreicher Freiplätze für Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Einkommen vor, die über das Schulgeld wohlhabenderer Familien finanziert werden.

UNESCO-Club auf den Spuren Martin Luthers

Okt 2017

Die diesjährige Welterbe-Exkursion des UNESCO-Clubs Kulmbach führte anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums zu den wichtigsten Stationen des Wirkens Martin Luthers.

Die Eindrücke auf der Fahrt durch den Thüringer Wald mit seiner Herbstfärbung sind die passende Einstimmung auf die erste Station der Reise: Die Wartburg.

Dort widmet sich die Nationale Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“ den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen des Anschlags der 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Der auf dem Reichstag in Worms wegen seiner Weigerung, seine kirchenspalterischen Thesen zu widerrufen, vom Kaiser mit der Acht belegte Luther, der damit für „vogelfrei“ erklärt war, hat hier in knapp einem Jahr unter dem Schutz seines Landesherrn Kurfürst Friedrich dem Weisen das Neue Testament vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt. Er schuf damit die Voraussetzung, dass jeder Gläubige einen direkten Zugang zu Gott gewinnen konnte und fortan nicht mehr von der Interpretation eines Priesters abhängig war. Einer der Gründe, weshalb der Papst in Luther den größten Feind der Kirche sah.

Eisenach, unser nächstes Ziel, vermittelt uns mit seinen prachtvollen Gründerzeit-Villen an den Hängen rund um die Wartburg den Eindruck einer Stadt, die in der Vergangenheit beträchtlichen Wohlstand aufwies. Auch die vielen architektonisch wertvollen Gebäude im Stadtkern von Eisenach zeugen von einer jahrhundertealten Epoche der Prosperität. Besonders im 19. Jahrhundert konnte die Stadt von technischen und wirtschaftlichen Errungenschaften profitieren.  Nach der Wende knüpfte Eisenach an diese Entwicklung, insbesondere im Automobilbereich an. Auch kulturell steht Eisenach dank seines begnadeten Bürgers Johann Sebastian Bach im Fokus des nationalen und internationalen Interesses. Das intensive kulturelle Programm des ersten Tages klingt mit einem gemütlichen, kulinarisch geprägten Abend in Erfurt aus.

Auf dem Weg von Erfurt nach Lutherstadt Eisleben sehen wir ausgedehnte Felder, Zeugnis einer florierenden Landwirtschaft und kleine und größere Erdhügel, die verraten, dass hier in der Vergangenheit Bergbau eine große Rolle gespielt hat. Tatsächlich geht der frühere Reichtum der Stadt im 14. und 15. Jahrhundert auf den Abbau und die Verhüttung von Kupfer zurück. Auch die Familie Luther verdankte der Bergbautradition ihr gutes Auskommen. Diese und viele andere Informationen über Luther erfahren die Exkursionsteilnehmer  im Verlauf einer ausgedehnten Führung in Luthers Geburts- und Sterbestadt.

Die dritte Etappe unserer Reise führt uns am Nachmittag nach Erfurt zurück. Auch hier erfahren wir viel nicht nur über den großen Reformator, sondern auch über die geschichtsträchtige, architektonisch von den unterschiedlichsten Stilen geprägte Stadt mit einer der ältesten Universitäten Deutschlands. Der Tag klingt in einem der vielen gemütlichen Lokale im altehrwürdigen Ambiente bei guten Gesprächen und bester Stimmung aus.

Die letzte Station und damit der krönende Abschluss unserer  UNESCO-Welterbe-Exkursion sollte die Lutherstadt Wittenberg sein. Wir treffen hier nicht nur auf Schritt und Tritt auf Lucas Cranach, sondern begeben uns in der 360° Panorama-Installation von Asisi auf eine Zeitreise in die Epoche der Reformation in Wittenberg.  Eine exzellente, mit historisch fundierten und launigen Einwürfen gespickte Stadtführung ließ all die Stationen Luthers, seiner Weggenossen und seiner Frau Katharina von Bora in Wittenberg lebendig werden.  In dieser Stadt wurden für die nächsten Jahrhunderte wegweisende Weichenstellungen vorgenommen.

 

20 Jahre UNESCO-Club Kulmbach

Jubiläum mit Besuch des Partner-Clubs aus Bursa

Das 20jährige Bestehen unseres UNESCO-Clubs in Kulmbach feierten wir im Mai zusammen mit Vertretern des Forums der UNESCO-Clubs in Deutschland, Freunden vom UNESCO-Club Bursa und Ehrengästen im Beruflichen Schulzentrum Kulmbach.

Netzwerk der UNESCO-Clubs in Deutschland gestärkt –

Grundsätze zur Qualitätsentwicklung der UNESCO-Clubs im Rahmen der 77. Hauptversammlung unterzeichnet

Juni 2017

Im Rahmen der 77. Hauptversammlung unterzeichneten die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) und Vertreter der UNESCO-Clubs am 29. Juni 2017 die „Grundsätze zur Qualitätsentwicklung der UNESCO-Clubs in Deutschland“. Das Qualitätspapier ist die Basis für die Weiterentwicklung der zurzeit acht UNESCO-Clubs in Deutschland. Ihr ehrenamtliches Engagement in den Themenfeldern Bildung, Kultur und Wissenschaft wird durch neue Regelungen unter anderem zur Neugründung von Clubs sowie zur Einbindung weiterer Partner gestärkt. Die bisherige Vielfalt der Club-Aktivitäten soll erhalten und weiter ausgebaut werden.

Die UNESCO verfügt über ein Netzwerk von weltweit etwa 3.800 UNESCO-Clubs, -Vereinigungen und -Zentren in 80 Ländern. Sie sind im Weltverband der UNESCO-Clubs (World Federation of UNESCO Clubs and Associations: WFUCA) zusammengeschlossen. Rund 1.000 Mitglieder sind in derzeit acht UNESCO-Clubs in Deutschland ehrenamtlich aktiv:

• UNESCO-Club Aachen

• Berliner Komitee für UNESCO- Arbeit

• UNESCO-Club Region Bonn

• UNESCO-Club Frankenthal

• UNESCO-Club Joachimsthal

• UNESCO-Club Kettwig

• UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg

• UNESCO-Club Wuppertal.

Mit vielfältigen Programmen zu UNESCO-Themen in Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit Informationen über andere Kulturen und interkulturelle Begegnungen tragen die UNESCO-Clubs in Deutschland dazu bei, den UNESCO-Gedanken in der Bevölkerung zu verbreiten und ein friedvolles Miteinander zu fördern.

 

„Der Hauptmann von Köpenick“ Weltpremiere im Kauernburger Schlössla – Vortrag von Wolfgang Schoberth

März 2017

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung referierte Wolfgang Schoberth zum „Hauptmann von Köpenick“. Über den spektakulären Raub der Stadtkasse im Köpenicker Rathaus und die Festnahme des Bürgermeisters vor 110 Jahren hat die ganze Welt gelacht. Der wegen Diebstahl und Urkundenfälschung mehrfach einsitzende Schuster Wilhelm Voigt hatte sich die Uniform vom Trödelmarkt besorgt und einen Trupp Berliner Grenadiere seinem Befehl unterstellt. Besonders laut lachen die Kulmbacher über die Blamage des preußischen Militärs und der Obrigkeit. Schon vier Wochen später (18. November 1906) bringt der „Klub Waldlust“ die Köpenickiade im Kauernburger Schlösschen auf die Bühne. Die Komödie hat der Vorsitzenden des Vereins, der Maschinenbaumeister Ernst Merk, selbst geschrieben, 25 Jahre bevor Carl Zuckmayer seine berühmte Fassung vorlegt. Nach Meinung des Referenten ist es für ein abendfüllendes Stück des „Hauptmanns von Köpenick“ eine Weltpremiere. Und weil einige Kulmbacher ihren Gefallen an der Demontage der Obrigkeit gefunden haben, wird ein paar Tage später das Kulmbacher Stadtoberhaupt, der rechtskundigen Bürgermeister und Königliche Hofrat Wilhelm Flessa, öffentlich und lautstark des Amtsmissbrauchs bezichtigt.

Herzlichen Glückwunsch, Werner Habel!

Dezember 2016

Zum 80. Geburtstag von Werner Habel gratuliert der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg ganz herzlich! Wir danken für die Treue zum Verein und für die Aufgeschlossenheit für die von uns gemeinsam vertretenen Ideale. Wir wünchen Gesundheit, Glück und alles erdenklich Gute!

Sehr herzlich bedankt sich der Club bei Werner Habel für die Spende anlässlich seines Geburtstages!

Welterbe-Exkursion ins Mittelrheintal, nach Trier und Luxemburg

Oktober 2016

img_7335Die diesjährige Exkursion führte den Unesco-Club Kulmbach zu Welterbestätten, deren Berühmtheit viel besungen wird, die die Vorderseite vieler Lateinbücher zieren, eigentlich mehr durch Finanz- und Europaaktivitäten bekannt sind oder den meisten gar unbekannt waren, wie zum Beispiel die Völklinger Hütte. Die Exkursion begann mit einer Schifffahrt von Bingen nach St.Goar durch das romantische Obere Mittelrheintal. 2002 wurde die 65 km lange Kulturlandschaft zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz zur Welterbestätte erklärt. Die Würdigung erfolgte nicht nur wegen des Reichtums an kulturellen Zeugnissen, der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, sondern auch wegen der Bedeutung dieses Verkehrsweges zwischen Mittelmeerregion und dem Norden Europas. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, seinen rebenbesetzten steilen Talhängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen wie Perlen aufgereihten Höhenburgen gilt das Tal als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft, von der sich Literaten, Maler und Musiker inspirieren ließen. Weiter ging es nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Sie wurde 16 v.Chr. als „Augusta Treverorum“ gegründet. Durch die Dichte und die bauliche Qualität der erhaltenen Denkmäler– Brücken, Reste der Stadtbefestigung wie Porta Nigra, Thermen, Amphitheater, Basilika- liefert Trier ein außergewöhnliches Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche. 1986 wurden die Römerbauten und die aus ihren Ruinen erwachsenen christlichen Nachfolgebauten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Trier ist mit einem der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte verbunden: mit dem Feldzug Konstantins gegen Maxentius im Jahre 312, dessen Folge die Anerkennung des Christentums als Staatsreligion des Römischen Reiches durch das Edikt von Mailand 313 war.“ Nun stand eine besondere Ausstellung auf dem Programm: „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann – neu betrachtet“. Wir verbinden mit Nero Verschwendungssucht, Größenwahn und Grausamkeit. Die Ausstellung weist auf aktuelle Forschungsergebnisse hin, die den Kaiser in einem anderen Licht erscheinen lassen. Es folgte der Besuch der Altstadt von Luxemburg und  Echternach. 2010 nahm die UNESCO die Echternacher Springprozession in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf. Den Abschluss der Exkursion bildete der Besuch der Völklinger Eisenhütte, die 1994 in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde. 1873 gegründet, war sie unter der Leitung von Karl Röchling Deutschlands größte Produktionsstätte für Eisenträger. In ihren besten Zeiten haben dort 20.000 Stahlkocher lothringisches und schwedisches Erz mit Hilfe saarländischer Kohle zu Eisen verhüttet. Sie war eine der modernsten Industrieanlagen ihrer Zeit. Steht man vor den Gebläsemaschinen, Kolossen aus Eisen und Stahl, die den Wind erzeugt haben, der durch meterdicke Rohre geleitet in die Hochöfen eingeblasen wurde oder blickt man in 36 m Höhe von oben in die Hochöfen, ist man von Respekt und Ehrfurcht gepackt. Man kann rückblickend kaum ermessen, wieviel Knowhow, Ingenieurskunst, Materialwissenschaft, Organisationsvermögen und Wagemut vieler Generationen notwendig waren, um der kapitalgebenden Seite und den vielen tausenden Arbeitnehmern ein gutes Auskommen zu geben.

Herzlichen Glückwunsch Albert Gareis!

Juli 2016

IMG_6596Am 9. Juli 2016 feierte Albert Gareis seinen 85. Geburtstag. Der Unesco-Club Kulmbach-Plassenburg gratuliert dem langjährigen Mitglied herzlich zu diesem Ehrentag und wünscht alles erdenklich Gute!

 

 

 

Besuch der Plassenburg mit Flüchtlingsklassen

15. Juli 2016

IMG_6550Seit diesem Schuljahr werden an der Hans-Wilsdorf-Schule drei Klassen mit unbegleiteten Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Äthiopien und Bangla Desh unterrichtet. Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Deutsch-Kenntnissen, damit die jungen Asylbewerber in die Lage versetzt werden, einen Schulabschluss zu erlangen oder eine Ausbildung aufzunehmen. Im Rahmen des Unterrichts, in dem auch unser Land und unsere Region vorgestellt werden, besuchten die jungen Flüchtlinge am Mittwoch die Plassenburg. Die Schüler zeigten sich beeindruckt vom Deutschen Zinnfigurenmuseum, das mit 300 000 Einzelfiguren weltweit das größte Museum seiner Art ist. Im Anschluss führte sie Kastellan Harald Stark durch die markgräflichen Räume und umriss die wechselvolle Geschichte der Burg. Zum Abschluss der Exkursion, gab es noch eine Überraschung: Am Marktplatz spendierte der Chef des Eis-Cafes Sanremo allen ein köstliches Eis! Hartmut Schuberth, Vorsitzender des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg, der sich in seinem Ruhestand für den Unterricht in den Flüchtlingsklassen an „seiner“ UNESCO-Projektschule reaktivieren ließ, hatte Juniorchef Augusto de Pellegrin die Anregung zu dieser Geste der Verbundenheit gegeben. Die Familie de Pellegrin unterstützt damit zum wiederholten Male internationale Projekte des Beruflichen Schulzentrums. Das Foto vom Marktplatz zeigt die Schüler mit ihren Lehrkräften Hartmut Schuberth, Wolfgang Schoberth, Christine Greim und Christof Meier sowie dem Boss der Sanremo, Augusto de Pellegrin.

Besuch der Ausstellung „Aufgewacht! Die Sammlungen der Grafen Giech aus Schloss Thurnau“ und der Kemenate von Schloss Thurnau

10. Juli 2016

IMG_6383Kreisheimatpfleger Harald Stark führte den Unesco Club durch die im Töpfermuseum Thurnau ausgestellte und von ihm kuratierte Sonderausstellung „Aufgewacht! Die Sammlungen der Grafen Giech aus Schloss Thurnau“. Erstmals seit über 40 Jahren war die Sammlung wieder öffentlich zu sehen. Prachtvolle Möbel, kostbares Geschirr, glänzendes Silber, altehrwürdige Bücher und viele kuriose Gegenstände erzählen von der faszinierenden, wechselvollen Geschichte eines der größten Schlösser in Bayern. Schloss Thurnau wurde jahrhundertelang von zwei Familien bewohnt: Den Grafen Giech und den Freiherrn von Künßberg. Nicht zuletzt aus der Konkurrenz dieser beiden Dynastien entstand in Thurnau eine für einen Ort dieser Größe erstaunliche Kulturblüte: Schloss Thurnau ist nicht nur ein faszinierendes Baudenkmal, sondern war einst auch Standort einer hochbedeutenden Bibliothek sowie mit Liebe zusammengetragener und gepflegter Familiensammlungen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war diese Privatsammlung mit Ahnenbildern, Waffen, Rüstungen, Marterwerkzeugen, bronzezeitlichen Funden und vielem mehr für jedermann zugänglich, wovon nicht weniger als 6.400 Eintragungen im Besucherbuch zeugen – darunter König Otto von Griechenland.

Im Anschluss an den Besuch der Sonderausstellung hatte der UNESCO-Club die Gelegenheit die Kemenate von Schloss Thurnau, den Ort also, wo die Sammlung bis in die 1970er Jahre ausgestellt war, mit Kastellan Ralf Wirth und Günther Kartittke zu besichtigen. Insbesondere das „Rote Zimmer“ mit dem erst jüngst sanierten Gebetserker künden von der alten Pracht und der wechselvollen Geschiche des Schlosses.

Exkursion in das böhmische Bäderdreieck

Juni 2016

IMG_6216Eine sehr interessante Tagesexkursion führte 22 Mitglieder und Gäste unseres Clubs im Juni 16 in das benachbarte böhmische Bäderdreieck. Zunächst stand das Schloss Königswart in der Nähe von Eger auf dem Programm, das unter dem österreichischen Staatskanzler von Metternich sein jetziges Aussehen im Stil des Wiener Klassizismus und Empirestil erhielt. Danach ging es über eine z.T. abenteuerliche Bergstrecke zum Städtchen Loket (=Ellenbogen) mit seiner gleichnamigen Burg, die malerisch nach drei Seiten wie beim menschlichen Arm vom Fluss Eger umschlossen wird. Einige romanische Gewölbe lassen die Burg in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datieren. Ein geschäftsmäßig agierender Führer stellte den Besuchern die gut erhaltenen Räume und die Geschichte der Burg vor. Sie gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Burgen Böhmens. Im Jahr 1319 wurde hier über drei Monate der dreijährige Königssohn Václav, der spätere Kaiser Karl IV., gefangen gehalten. Trotzdem hat er sich von der Stadt nicht abgewendet und ordnete sie den Königsstädten zu. Nach einem bescheidenen Mittagessen ging es weiter nach Marienbad. Marienbad ist einer der wichtigsten und jüngsten tschechischen Kurorte – erst 1808 wurde dort das erste Kurhaus gebaut. Es entspringen hier etwa 40 kalte eisenhaltige kohlensaure Quellen. Ausgang des 19. Jahrhunderts gehörte Marienbad zu den bekanntesten Bädern der Welt. Mitglieder europäischer Königsfamilien zählten zu den Stammgästen ebenso wie Goethe oder Richard Wagner. Der Ort beeindruckt heute durch seine sehr gelungen restaurierten Gebäude aus der Gründerzeit und den großzügig angelegten Kurpark. Im Traditionsrestaurant Goldene Kugel klang der abwechslungsreiche Tag bei böhmischen Knödeln und weiteren regionalen Spezialitäten aus.

Besuch in Bursa im April 2016

12. Juni 2016

IMG_5447Vom 2. bis 16. April 2016 besuchte Hartmut Schuberth den UNESCO-Club Bursa im Rahmen des 44. Schüleraustausches des BSZ und der Tophane Keknik Lisesi. Zu den Höhepunkten des Aufenthaltes gehörten der Besuch von Cumalikizik, die Exkursion nach Eskisehir, die Wochenendexkursion nach Ayvalik/Cunda sowie der Tag am Golf von Gemlik.

Neben dem sehr guten Zustand des Projekthauses in Cumalikizik ist die Neuausrichtung des Partnerclubs als UNESCO-Club Burso, ohne Beschränkung auf Tophane, hervorzuheben, die den Club für alle Bürger der Stadt öffent. Als positive Folge sind zahlreiche neue Mitglieder zu verzeichnen, die das Club Leben aktiv mitgestalten. Als Vorsitzender wurde Taner Özer im Januar 2016 bestätigt.

Zentral diskutierte Projekte waren das 2015 begonnene EU-Projekt zur Verbesserung der Vermarkthung regionaler Produkte in Cumalikizik sowie die Öffnung des Projekthauses für Gäste aus dem In- und Ausland. Das Erasmus-Projekt zur Optimierung der Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene, insbesondere Frauen, kann leider derzeit aus verschiedenen Gründen nicht weiterverfolgt werden.

Großer Dank ergeht an Oya und Metin Boszkurt, an Esra Minez und an Taner Özer für das großartige Programm und die wie immer überwältigende Gastfreundschaft.

Exkursion zum Besucher-Bergwerk in Kupferberg

15. Mai 2016

IMG_5985Eine außergewöhnliche Exkursion führte 20 Mitglieder unseres Clubs und Gäste in die Tiefe: Im erst 2015 in Kupferberg eröffnete Besucher-Bergwerk begrüßte uns unser Mitglied Fred Jansch in traditioneller Bergmanns-Tracht. Er engagiert sich im Verein Bergbau-Museum zusammen mit 170 weiteren Mitgliedern für den Erhalt und die museale Nutzung dieser ehemaligen Zeche, um die große Vergangenheit dieser Stadt, eine der kleinsten Bayerns, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Museumsleiter Werner Großkop informierte uns in recht kurzweiliger und fundierter Weise über die Geschichte des in Kupferberg seit etwa 700 Jahren betriebenen Abbaus von Kupfer. Zur Blütezeit des Bergbaus waren dort fast 2000 Bergleute mit dem Abbau und der Schmelze des in einer außergewöhnlich hohen Konzentration von etwa 15 % vorkommenden Erzes beschäftigt. Normal sind bis heute Anteile von 3 %. Ab dem 14. Jahrhundert erfolgte der Bergbau unter Kontrolle der Bamberger Fürstbischöfe. Als Verwalter ihrer wirtschaftlichen Interessen vor Ort hatten sie das Geschlecht derer von Guttenberg aus der benachbarten Ortschaft bestimmt. Bis zur Nutzung des Schwarzpulvers für den Abbau der Flöze vor etwa 200 Jahren brachen die Bergleute 12 Stunden am Tag an 6 Tagen in der Woche unter mörderischen Bedingungen das Gestein mit einfachem Werkzeug aus dem Berg.  Die Lebenserwartung der dort Tätigen lag deshalb bei höchstens 40 Jahren. Die Besucher konnten sich an mehreren Stellen der wieder freigelegten Stollen von den extremen Arbeitsbedingungen unter Tage ein Bild machen. Die ungünstigen Abbaubedingungen im Vergleich zum Tagebau bei Mitbewerbern z.B. aus Chile und insbesondere die ungelösten Probleme mit immer wieder auftretenden Wassereinbrüchen führten dann schließlich 1940 zum Ende des Bergbaus in Kupferberg. Vorsitzender Hartmut Schuberth bedankte sich bei Herrn Großkop für die eindrucksvolle Führung und lud zum anschließenden gemütlichen Beisammensein nach Hermes ein.

Informationen zum Besucherbergwerk finden Sie hier: www.bergbau-kupferberg.de

Die christliche Kirche „Franzis Kilisesi“ in Bursa bleibt erhalten

09. April 2016

IMG_5586Die Nachricht von der Schließung der letzten christlichen Kirche in Bursa nahm Hartmut Schuberth zum Anlass, sich mit der deutschen Honorarkonsulin Sabine Sibel Cura in Bursa zu treffen. Das Gespräch kam durch Vermittlung unseres Club-Mitgliedes Dr. Metin Bozkurt zustande. Bei dem Gespräch stellte sich heraus, das die Kirche nicht geschlossen wird, sondern dass lediglich ein neuer Nutzungsvertrag mit der christlichen Gemeinde geschlossen werden musste, der nun über das Kulturreferat der Stadt Bursa abgewickelt wird.

Den in der Bayerischen Rundschau am 9. April zu diesem Thema veröffentlichten Artikel finden Sie hier: br_20160409_13

Vortrag über Fritz Trendel „China-Fritz“ aus Kulmbach von Wolfgang Schoberth

13. März 2016

IMG_5132Zur Hauptversammlung des UNESCO-Clubs Kulmbach kamen die Anwesenden in den Genuss eines höchst interessanten Vortrags von Wolfgang Schoberth über den „China-Fritz“ von Kulmbach, einen ehemaligen Textil-Unternehmer, der mit seiner Frau 1901 nach China aufbrach, dort reüssierte und in die Wirren des 1. Weltkriegs geriet. Sein know how half damals der deutschen Kolonie ine Tsingtau, vier Monate der Übermacht der Entländer und Japaner zu trotzen. 1947 kehrte er in die Heimat Kulmbach zurück und gründete dort mit einigen Gleichgesinnten den „Club Atlantis“. Die Ziele dieses Clubs waren u.a. Brücken für eine Weltbrüderschaft zu schaffen, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge und Neu-Kulmbacher aufzubauen, den Dialog der Kulturen zu fördern und den internationalen Jugendaustausch zu fördern. Diese Bewegung, die ihrer Zeit weit voraus war, bestand als Verein bis 1953. Fritz Trendel ist somit so etwas wie ein Pionier des UNESCO-Clubs. Weitere Informationen zu Fritz Trendel finden Sie hier: Info Fritz Trendel.

Otto Schuhmann erhält das Bundesverdienstkreuz

13. Februar 2016

Unser langjähriges Mitglied Otto Schuhmann hat das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Überreicht wurde es von Gesundheitsministerin Melanie Huml mit den Worten „Sie haben im Landtag und in den verschiedensten Gemien der Kommunalpolitik um Meinungen gerungen und sich mit aller Kraft für das Gemeinwesen eingesetzt“.

Otto Schuhmann war von 1974 bis 1994 SPD-Landtagsabgeordneter. Von 1994 bis 2003 gehörte er dem Bezirkstag und von 1972 bis 2014 dem Kreistag an. Von 1972 bis 1981 engagierte er sich neben seinen zahlreichen Ehrenämtern zudem im Stadtrat Burgkunstadt und von 1984 bis 2014 im Gemeinderat Altenkunststadt.

„Der Saalbau Wittelsbach in Kulmbach“ – Vortrag von Bernhard Kriest im Kulmbacher Mönchshof.

19. Januar 2016

IMG_4431In seinem mit vielen historischen Aufnahmen und Plänen veranschaulichten Vortrag zeigte Herr Bernhard Kriest die wechselvolle Geschichte des Ende des 19. Jahrhunderts im Zentrum der Stadt Kulmbach erbauten „Saalbaus Wittelsbach“ auf. Dieses schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder abgerissene Gebäude diente dem Erbauer als Ausdruck seines stolzen wirtschaftlichen Erfolges sowie dem Kulmbacher Bürgertum als Repräsentationsbau und Stätte für kulturelle und vergnügliche Anlaesse. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang der Gründer endete auch die glanzvolle Ära dieses prachtvollen Palais.

Gast dieser Club-Veranstaltung war auch der ehemalige Praktikant Samet Tuerhan aus Bursa, der hier eine Europa-Reise begann, auf der er sich u.a. nach geeigneten Studienorten für eine Fortsetzung seines Maschinenbau-Studiums umsehen will.

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

IMG_4167Die alljährliche Weihnachtsfeier des UNESCO-Clubs Kulmbach im Landgasthof Lauterbach/Obergräfenthal wurde in diesem Jahr mit einem Vortrag des Ehepaares Habel über die pittoresken Höhepunkte ihrer Australien-Weltreise bereichert. Die stimmungsvolle musikalische Ausgestaltung übernahmen in bewährter Weise Wolfram Müller und Rolf Weber.

UNESCO-Club auf den Spuren des Welterbes in Niedersachsen

14. November 2015

DSC_0932Die dreitägige Herbstexkursion des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg führte in diesem Jahr zu drei Welterbe-Stätten Niedersachsens: Zunächst in die Altstadt von Goslar mit der von Heinrich III. vor knapp 1000 Jahren errichteten Kasiserpfal, die 1992 in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde. Hier begrüßte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk den UNESCO-Club. Weiter ging es nach Hildesheim mit Besuch der nach dem zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Altstadt samt Dom und Michaeliskirche und in das von Walter Gropius errichtete Fagus-Werk in Alfeld. Am letzten Tag der Exkursion standen zwei Naturerlebnisse auf dem Programm: Zunächst eine Führung auf dem Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg und später ein Picknick au fdem Hexentanzplatz nahe der Stadt Thale im Harz.

Exkursion zum Kloster Speinshart

04. Oktober 2015

Kloster Speinshart23 Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach und vier Gäste besuchten im September Kloster Speinshart in der Oberpfalz und ließen sich vom geschlossenen Ensemble der Klosteranlage, der frisch renovierten Klosterkirche im Spätbarockstil und den kompetenten Ausführungen von Pater Benedikt beeindrucken. Die Gründung des Prämonstratenser-Chorherrenstifts geht auf das Jahr 1145 zurück. Im 17./18. Jahrhundert wurde die Klosteranlage nach Plänen von Wolfgang und Georg Dientzenhofer auf den romanischen Fundamenten in barocker Pracht neu errichtet. Mit der Säkularisation wurde der Betrieb des Klosters für viele Jahre unterbrochen. Erst 1921 kaufte die böhmische Abtei Tepl den Gebäudekomplex vom bayerischen Staat zurück und gründete erneut ein Prämonstratenserstift. Heute leben im Kloster 6 Patres und zwei Fratres. Weltweit gehören etwa 1400 Patres zum Orden.

Nach der eindrucksvollen Führung kehrten die Teilnehmer in der geschmackvoll renovierten Klosterschänke ein und wurden dorf vorzüglich bewirtet.

30 Jahre Schulpartnerschaft – aus Partnern wurden Freunde

22. August 2015

Der diesjährige Besuch unserer türkischen Freunde in Kulmbach stand ganz im Zeichen der 30jährigen Schulpartnerschaft. Das Jubiläum wurde groß gefeiert.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier:  30 Jahre Schulpartnerschaft-II

Die Engel von Traindorf

22. Augst 2015

IMG_2488Als Fortsetzung seines Vortrags vom Januar erläuterte uns Wolfgang Schoberth im Sommer noch einmal vor Ort in Traindorf, wie es in den Wirren der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges zur Entstehung dieser außergewöhnlichen „himmlischen Schönheiten“ in diesem Kirchlein im Oberland gekommen ist. Dem Ort angemessen hielt seine Frau Margarete, Gymnasiallehrerin für Deutsch und Religionslehre sowie Lektorin eine eindrucksvolle Andacht, begleitet von einem Münchberger Kollegen am Harmonium. Hartmut Schuberth bedankte sich bei den drei Akteueren sowie bei Kirchenpfleger Frank Herold für dieses eindrucksvolle Erlebnis und bat bei den Zuhörern um eine Spende für den Erhalt der Kirche. Zum geselligen Ausklang ging es ins benachbarte Marienweiher.

Vortrag „Aufstieg und Fall des Nationalsozialismus in Kulmbach“

07. Juni 2015

Am Dienstag, den 05. Mai berichtete Erich Olbrich im Rahmen unseres IMG_2139regulären Monatstreffens über die Auswirkungen des Nationalsozialismus in Kulmbach. Mit Fotos aus dieser zeit dokumentierte der Referent, wie die Nationalsozialisten mit aufwändig ausgestalteten Festen und Aufmärschen die Menschen in den Bann zogen, ihnen einen Halt boten. Viele ließen sich vn diesen gezielt eingesetzten Äußerlichkeiten, z.B. auch dem Bau der Flutmulde, beeindrucken, ohne die Absichten zu durchschauen. Es gab jedoch auch kritische Reflexionen, z.B. in der Verballhornung des zur Deckung der durch die massive Aufrüstung entstandenen Finanzierungslücken eingesetzten Winter-Hilfs-Werkes als Waffen-Hilfs-Werk.

Wolfgang Schoberth beleuchtete anschließend sehr detailliert die Ereignisse ab dem 13. April 1945, dem Tag des Einmarsches der Amerikaner in die Stadt, der für Kulmbach wichtiger als der Tag der Kapitulation war. Bis auf zwei Bomben, die einen Tag zuvor auf die Plassenburg abgeworfen wurden, weil von dort aus von einigen SS-Männern Aufklärungsflugzeuge beschossen worden waren, erfolgte die Übergabe der Stadt friedlich. Geplant war allerdings, die Stadt „bis zur letzten Patrone“ zu verteidigen. Zu diesem Zweck wurde ein „Volkssturm“ mobilisiert, zu dem u.a. auch unser Mitglied Hans Nützel mit 14 Jahren rekrutiert worden war! Kreisleiter Fritz Schuberth hatte jedoch am 12.04.45 entschieden, dass Kulmbach nicht verteidigt wird. So erfolgte die Übergabe der Stadt kampflos, nachdem Frauen die errichteten Panzersperren beseitigt hatten. Schoberth schilderte auch die logistischen Probleme der Besatzungsmacht, im „besiegten Feindstaat“ eine funktionierende Versorgung und Verwaltung der 15000 Einwohner und 5000 Flüchtlinge und Kriegsgefangenen zu gewährleisten. Eine bedeutende Rolle bei der Bewältigung der Probleme spielte dabei der zunächst von den Amerikanern eingesetzte, später gewählte Oberbürgermeister Georg Hagen. Als positives Beispiel der Zusammenarbeit gilt die 1953 eingeweihte, von den Amerikanern finanzierte „Reformvolksschule“ Mangersreuth, heute Max-Hundt-Schule.

Exkursion nach Seßlach

18. April 2015

P1160226Eine rundum gelungene Exkursion in das Städtchen Seßlach wurde den Mitgliedern des UNESCO-Clubs am vergangenen Donnerstag beschert. Bei strahlendem Sonnenschein führte uns Wolfgang Schott durch den Ort und erklärte Wissenswertes und Spannendes zur Stadtgeschichte, zu den Einwohnern und dem historischen Baubestand, der sich rund um die mittelalterliche St.-Johannis-Kirche erhalten hat. Gekrönt wurde die Stadtführung von einem Besuch des Kommunbrauhauses mit Kostprobe und der anschließenden Einkehr im Gasthof Pörtnerhof.

Urkundenverleihung zur Aufnahme der Limmersdorfer Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes

22. März 2015

Am Montag, den 16. März fand in Berlin die feierliche Übergabe der Urkunde zur Aufnahme der IMG_1706Limmersdorfer Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes statt. Den Verein zur Erhaltung der Kirchweihtradition vertraten die Vorsitzenden Veit Pöhlmann und Jürgen Kraus. Vom UNESCO-Club nahmen Hartmut Schuberth und Sandra Bali teil. Staatministerin Monika Grütters lobte die ausgewählten kulturellen Ausdrucksformen als Vertreter der deutschen Kulturlandschaft, die maßgeblich zur Identifikation mit der Heimat beitragen würden. Nicht Objekte, sondern Menschen, deren Engagement nicht in Geld aufgewogen bzw. staatlich gelenkt werden könne, würden die Schlüsselrolle beim immateriellen Kulturerbe spielen. Gemeinsam mit der Limmersdorfer Lindenkirchweih wurden 26 weitere Kulturformen ausgezeichnet. Veit Pöhlmann nahm die Urkunde entgegen und stellte die Lindenkirchweih dem Auditorium in einem kurzen Vortrag vor. Eine Fachtagung zum Thema immaterielles Kulturerbe rundete die in der Ländervertretung von Schleswig-Holstein ausgerichtete Veranstaltung ab.

Das Bierbrauen in Kulmbach – Vortrag von Bernd Winkler

22. März 2015

Anlässlich der Hauptversammlung des UNESCO-Clubs Kulmbach Plassenburg stellte Bernd WinklerIMG_5719 sein aktualisiertes und überarbeitetes Buch „Das Bierbrauen in Kulmbach“ vor. Ausgehend vom Jahr 1349, ab dem im Augustinerkloster in der Stadt gebraut wurde, schlägt er den Bogen bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals gab es 60 Brauberechtigte in der Stadt, die in 12 Brauhäusern nur in der Zeit von Ende September bis Ende April ihr Bier brauen durften, da sonst die Kühlung in den 83 Kellern im Burgberg nicht gewährleistet gewesen wäre. Der Export erlebte seine Blüte mit dem Bau der Eisenbahn über Kulmbach Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Geschick zweier Frauen in den Familien Reichel und Sandler sowie die Kompetenz des Michael Taeffner trugen maßgeblich zum Aufstieg der drei großen Kulmbacher Brauereien bei.

Die Kulmbacher Mühlen – Vortrag von Harald Stark

17. Februar 2015

In einem kurzweiligen und fundierten Vortrag erläuterte Kastellan Harald Stark die Geschichte derIMG_5710 ehemaligen Kulmbacher Mühlen. In der zur Kommunbräu umgebauten Limmermühle erfuhren die Zuhörer so manch Neues über ihre Stadt – wo befanden sich die Mühlen? Zu welchem Zweck dienten sie? Wie funktionierten sie? Was ist von ihnen erhalten? Harald Stark, der 2014 bereits eine Ausstellung zu dem Thema in der Kommunbräu präsentierte, weckte gekonnt das Interesse an diesen kulturprägenden Bauten und dem mit ihm verknüpftem Handwerk.

25 Jahre FORUM  – Glückwunschschreiben von Frau Dr. Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

18. Januar 2015

Liebe Mitarbeiter im FORUM der UNESCO-Clubs! Heute vor 25 Jahren wurde das FORUM zum ersten Mal als FORUM in dem Protokoll vom 13.1.1990 erwähnt. Die Sitzung wurde damals von Herrn Dr. Meinel geleitet, und er hat auch das Protokoll geschrieben. Viele Clubs sind älter. Damit wir nach außen mit einer Stimme vertreten waren, taten wir uns zusammen und nannten uns FORUM (lat.: der Marktplatz). Es war und ist ein Markt der Möglichkeiten im Rahmen der UNESCO-Regeln. Die Clubs, die das FORUM sind, haben mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen sehr vielfältigen, sehr bunten Katalog erstellt. Auch nach der langen Reihe von Jahren in der Koordinationsarbeit bin ich immer wieder beeindruckt, wie lebendig die alltägliche Clubarbeit an der Basis im Jahresablauf mit den vielen UNESCO-Terminen ist. An vielen Plätzen der Welt haben die Clubs mit geholfen, daß der Name UNESCO einen guten Klang hat. Zu diesem 25.Geburtstag erhielten wir ein Glückwunschschreiben von der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Frau Dr. Metze-Mangold, das ich an Sie und Ihre aktiven Mitarbeiter in den Clubs weiterleite. Ihnen und uns allen wünsche ich weiterhin eine gute, lebendige Zusammenarbeit mit viel Erfolg im Sinne des UNESCO-Gedankens. Mit freundlichen Grüßen Rosemarie Landgrebe

25 Jahre FORUM-Brief der Präsidentin

„Himmlische Schönheiten“ – Vortrag von Wolfgang Schoberth

18. Januar 2015

Kirche Traindorf Linkes EngelspaarWolfgang Schoberh referierte beim Kulmbacher UNESCO-Club vor vielen interessierten Zuhöhrern über Mitschke-Collanders „Engel von Trainsdorf“. Vor 70 Jahren, wenige Tage nach dem Zweiten Weltkrieg, klopfen drei Flüchtlinge an den Toren von Schloss Guttenberg an: Constantin von Mitschke-Collande, seine Frau Hilde und ihre fünfjährige Tochter Constanze.

. Ihr Gepäck aus zwei Rucksäcken, alles andere, darunter Hunderte von Bilder, ist bei der Bombardierung Dresdens ein Raub der Flammen geworden.

Mitschke-Collande ist neben Otto Dix, Oskar Kokoschka und Conrad Felixmüller Gründungsmitglied der „Dresdner Sezession“, einer international angesehenen, avantgardistischen Künstlerorganisation. Den Nazis gelten die Bilder als „entartet“. Bei der berüchtigten Schmähausstellung 1937 im Haus der Kunst in München werden auch mehrere Arbeiten Collandes gezeigt. Vermutlich befinden sich unter der nach Bern gegebenen Kunst-Sammlung Cornelius Gurlitts auch Werke des Künstlers.

Während seines sechsmonatigen Aufenthalts 1945 in Guttenberg erhält Mitschke-Collande von der Schlossherrin Elisabeth von Guttenberg den Auftrag, Chor und Apsis der Kirche von Traindorf auszugestalten. Collande malt zwei überlebensgroße Engelspaare rechts und links des Triumphbogens. Ihr besondere Clou: die attraktivsten Frauen Guttenbergs haben hierfür Model gestanden.

Für die Kunsthistoriker sind Collandes „Engel von Traindorf“ eine sensationelle Entdeckung der vergangenen beiden Jahre. Lisa Kern, Expertin für moderne Kunst am Lenbach-Haus in München, nennt sie ein einzigartiges künstlerisches Zeugnis der ersten Nachkriegstage. Sie rühmt die klassische Schönheit der Figuren mit ihren nazarenerhaften Gesichtszügen und den priesterlichen Gewändern. Anmut und Glaube seien auf wunderbare Weise verschmolzen.

Im Sommer vergangenen Jahres ist die wertvolle Chor-Bemalung des Traindorfer Kirchleins durch eine Königsfelder Firma aufwändig restauriert worden, sodass sie ihre ursprüngliche Farbe und Leuchtkraft zurück erhalten hat.

Wolfgang Schoberth hat in mühevoller Kleinarbeit den Aufenthalt der Familie Collande in Guttenberg rekonstruiert und die Identität der Engels-Figuren geklärt. Anhand einer Power-Point-Präsentation wird er davon berichten.

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

28. Dezember 2014

P1160169Auf der Weihnachtsfeier in Obergräfenthal unterhielten und inspirierten uns Wolfram Müller, Joanna Kirschner-Roth, Brigitte Binder und Walter Tausendpfund mit Musik, Berichten und Geschichten.

Wir wünschen allen Mitgliedern des UNESCO-Clubs ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

 

Martini-Gansessen in Kirchleus

12. November 2014

IMG_0984Am St. Martins-Tag fand das alljährliche Martini-Gansessen in Kirchleus statt. Herzlichen Dank an Werner Habel für die erneute Initiative und Organisation! Ebenso herzlichen Dank an Marianne Diroll für die Betreuung der Flüchtlinge in Kulmbach.

Rundgang durch die Kulmbacher Unterwelt

23. Oktober 2014

Eine erfreuliche Beteiligung wies das September-Treffen unseres Clubs auf, bei dem Herr Thorsten Olbrich in die Kulmbacher Unterwelt führte. Er zeigte uns in zwei Stunden die wichtigsten Teile des weitläufigen, teilweise miteinander verbundenen Kellersystems unter dem Burgberg der Plassenburg. Die schon vor Jahrhunderten unter unvorstellbaren Anstrengungen in den Sandstein gehauenen Gänge und Stollen dienten wegen ihrer gleichbleibenden Temperatur von 8-10 Grad früher den Brauereien als Lagerkeller, in denen sich das aus den benachbarten Eisweihern gehauene Eis recht lange hielt. Weiterhin boten sie in Einzelfällen auch Schutz vor Feinden, im Zweiten Weltkrieg dienten sie in größerem Umfang als Luftschutzkeller. Heute sind die meisten Keller nicht mehr genutzt.

Wanderung rund um den Herrenstein

16. September 2014

Auf einer etwa dreistündigen Wanderung erkundeten zahlreiche Clubmitglieder am verHans Nützel auf dem Herrenstein-klgangenen Dienstag unter der Leitung von Hans Nützel das Gebiet rund um den Herrenstein bei Buchau. Bei schönstem Wetter ging es über Wiesen, durch Schluchten und durch Wälder bis zum beeindruckenden Stein, auf den sich die Grafen von Giech im 18. Jahrhundert zur Jagd begaben. Bei einer anschließenden Einkehr in der Gaststätte „zum Paul“ in Buchau gab uns unser Ehrenvorsitzender Werner Eschenbacher eine Einführung zum 2012 erschienenen Frankenkrimi „Herrenstein“ von Jacqueline Reese.

Absage Polen-Exkursion

05. August 2014

Leider muss die seit fast einem Jahr geplante Exkursion nach Polen mangels Teilnehmer (Stand 31.07.2014: 12 Anmeldungen) ausfallen. Eine gesonderte Absage ging bereits an die gemeldeten Teilnehmer.

Mitgliedertreffen in Limmersdorf

13. Juli 2014

Zu Foto 1Gast bei unserem neuen Vereinsmitglied, Veit Pöhlmann, bekamen die Clubmitglieder aus erster Hand die Geschichte und Hintergründe der Limmersdorfer Lindenkirchweih geschildert. Die hölzerne Lindenplattform samt der zum Teil noch originalen Sandsteinsäulen wurde nach einer zeit- und kostenaufwändigen Restaurierungsphase erst wenige Tage zuvor offiziell wiedereröffnet.

Drücken wir nun gemeinsam die Daumen für die Aufnahme der Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Welterbes!

Spendenübergabe an Dr. Karl-Heinz Köhler für die „One Wold – Secondary School Kilimanjaro Isangara“ am BSZ Kulmbach

30. Juni 2014

Am Donnerstag, den 26. Juni, überreichten der UNESCO-Club und die Berufsschule Kulmbach eine Spende von 3.000 Euro für das tansanische Schulprojekt „One World – Secondary School SpendenübergabeKilimanjaro Isangara“ an Dr. Karl-Heinz Köhler. Sie soll für den Bau weiterer Schulgebäude auf dem Internatsgelände verwendet werden. Die deutsche Modellschule setzt modernste pädagogische Konzepte und Methoden in Tansania um und will einen Beitrag zur Verbesserung des Bildungswesens leisten. Insbesondere die Förderung benachteiligter Jugendlicher sowie die Chancen auf eine gute Schulbildung für Jungen und Mädchen gleichermaßen ist ein Anliegen Dr. Köhlers. Der UNESCO-Club sowie das BSZ Kulmbach unterstützen das Schulprojekt seit seiner Gründung im Jahr 2012.

Die Spende setzt sich aus Erlösen des Afrika Tages und Fair Trade Basars am BSZ, aus Spenden des UNESCO-Clubs Kulmbach, der Sparkasse und des Landkreises Kulmbach sowie aus privaten Zuwendungen von Clubmitgliedern zusammen.

Die Spendenübergabe fand im Berufsschulzentrum statt. Im Anschluss konnten alle gemeinsam bei einem vom BSZ organisierten Public Viewing das WM-Fußballspiel Deutschland-USA genießen.

Bursa und Cumalikizik Weltkulturerbe

25. Juni 2014

Unsere allerherzlichsten Glückwünsche gehen heute an unsere Freunde in Bursa und Cumalikizik! Bursa, unsere Partnerstadt, und Cumalikizik, Standort unseres Projekthauses, wurden nun offiziell als „Weltkulturerbe“ eingestuft! Auf der 38. Sitzung des Komitees für Weltkulturerbe wurden die Orte unter dem Titel „Bursa und Cumalikizik: Die Wiege des Osmanischen Reichs“ auf die Liste des Welterbes aufgenommen.

Weitere Infos unter: http://whc.unesco.org/en/list/1452 und http://www.bianet.org/english/world/156675-cumalikizik-and-bergama-enter-unesco-s-world-heritage-list

Zu Gast bei unseren Partnern vom UNESCO-Club Bursa

20. Mai 2014

Vom 04. bis zum 13. April waren Hartmut Schuberth und vier weitere Mitglieder des UNESCO-Clubs Cuma-Geschenkübergabe klKulmbach sowie 14 Praktikanten/innen des BSZ KU zu Gast bei unseren Partnern vom UNESCO-Club Bursa. Außerdem gehörten der Kulmbacher Delegation sechs Vertreterinnen des Kindergartens DIE KITA sowie zwei Vertreter der Türkischen Gemeinde in Kulmbach an. Die Kulmbacher genossen wieder die außergewöhnliche Gastfreundschaft unserer türkischen Freunde und hatten mit dem neu gewählten Vorsitzenden Taner ÖZER und seinem Vorstand eine gemeinsame Sitzung im Projekthaus in Cumalikizik mit anschließendem Abendessen in einem renovierten Restaurant im Ort. Taner ÖZER informierte dabei  über den Stand der Arbeiten am Hause: Einzug neuer Mieter seit Februar 2014; Einbau einer auf Kohle und Holz basierten Heizungsanlage im gesamten Gebäude; Übernahme der Schreinerwerkstatt im Dorf durch die Tophane-Schule zur Ausbildung der Dorfjugend.

UNESCO-Club auf den Spuren des Welterbes

17. Mai 2014

Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg bietet seinen Mitgliedern traditionell in jedem Jahr Welterbe-Exkursionen an. Das Ziel der diesjährigen Tagesreise war die Wartburg P1150494mit Eisenach, dem Geburtsort von Johann Sebastian Bach. Eine eindrucksvolle Führung auf der Wartburg, die 1999 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde, informierte detailliert zur Geschichte der Burg, die landläufig vor allem als der Ort bekannt ist, an dem sich Martin Luther 1521/22, vom Kaiser geächtet und vom Papst gebannt, als Junker Jörg im Schutz seines Landesherrn verbarg und in 10 Monaten das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche übersetzte. Luther legte in zweifacher Hinsicht auch Grundlagen für unsere Demokratie: Mit der einheitlichen Sprache sowie seiner Weigerung, vor dem Reichstag in Worms seine Thesen zu widerrufen, indem er sich auf die „Freiheit eines Christenmenschen“ berief und den Geist personaler Freiheit und Verantwortung beschwörte, der nur der Heiligen Schrift und seinem Gewissen verpflichtet ist.

Dem Besuch der Wartburg schloss sich ein Stadtrundgang in Eisenach an. Den Tag ließen die UNESCO-Reisenden in einem fränkischen Traditionswirtshaus in Stockheim ausklingen.

Preisverleihung des 61. Europäischen Wettbewerbs im BSZ Kulmbach

05. Mai 2014

Angeregt durch ihren Kunstlehrer Werner Geister fertigten Janna Gobbelt und LucaHa-Janna Gommelt-LR-Luca de Ridder-Jochen-Werner Geister-Erhard Hildner de Ridder, Schülerinnen der FOS Kulmbach, zu dem Thema „Macht Armut dumm?“ ein Aquarell und eine Collage für den diesjährigen Wettbewerb an. Unter 85.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland wurden beide mit einem Landessieg in Bayern ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung erläuterten sie ihren Mitschülern und Ehrengästen die Intention ihrer Werke. Landrat Söllner würdigte die Leistung der Schülerinnen und ihr persönliches Engagement für die europäische Idee. Vom UNESCO-Club wurden die Preisträgerinnen mit einem Buchpreis geehrt. Hartmut Schuberth gratulierte ihnen zu ihrem Eintreten für die europäische Einigungs- und Friedensbewegung sowie zu ihrer Motivation und Leistung.

Nominierung der Limmersdorfer Lindenkirchweih für die Liste des immateriellen Welterbes

www.br.de/nachrichten/oberfranken/tanzlinde-limmersdorf-weltkulturerbe-100.html

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/limmersdorfer-lindenkirchweih-soll-weltkulturerbe-werden

http://www.sueddeutsche.de/bayern/die-kandidaten-meistertrunk-und-kinderzeche-1.1868643-16

Jahreshauptversammlung mit Vortrag „Im Zeppelin abgeschossen und nicht gerettet: Das Schicksal des Kulmbachers Georg Baumann“

23. März 2014

P1150075Zur Jahreshauptversammlung, an der auch Landrat Klaus-Peter Söllner teilnahm, wurden die Projekte, Veranstaltungen und Zusammenkünfte der vergangenen 12 Monate in einem Rückblick zusammengefasst und die Weichen für das nächste Jahr gestellt. Die ambitionierten Projekte in Cumalikizik/Türkei und Tansania sollen unter anderem weiterhin nach Kräften unterstützt und vorangetrieben werden. Zum Abschluss der Versammlung zeigte unser Mitglied Wolfgang Schoberth, bekannt als Kenner und Forscher unserer Heimatgeschichte, in einem interessanten und spannenden Vortrag das Schicksal des jungen Kulmbachers Georg Baumann auf, der 1916 mit einem Zeppelin vor der niederländischen Küste abstürzte. Das bewegende tragische Schicksal der Zeppelinbesatzung führte Wolfgang Schoberth eindrucksvoll vor Augen.

Kuchenbasar für das Projekt One World Secondary School Kisangara in Tansania an der Wirtschaftsschule in Neuenmarkt

3. Januar 2014

Spendenübergabe-Kathrin Mann+Ha+Schülerin+Joanna+Joachim MeierAm Freitag, den 20. Dezember 2013, führte die Klasse WS10 der Wirtschaftsschule in Neuenmarkt, auf Anregung von Joanna Kirschner-Roth, einen Kuchenbasar zu Gunsten des Schulprojektes von Dr. Köhler in Tansania durch. Der Erlös von 250 € soll zur Finanzierung eines Hilfstransportes dort benötigter Sanitäreinrichtungen dienen. Die Spendenübergabe fand im Beisein von Katrin Mann, Hartmut Schuberth, Nathalie Weiß, Joanna Kirschner-Roth und Joachim Meier statt (s. Foto, von links nach rechts).

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

17. Dezember 2013

WeihnachtsfeierAuch in diesem Jahr fand die traditionelle Weihnachtsfeier des UNESCO-Clubs Kulmbach im Landhaus Gräfenthal in Obergräfenthal statt. Gutes Essen, eine wunderbare musikalische Untermalung von Wolfram Müller und Rolf R. Weber, ein spannender Vortrag über die internationale Schülerakademie in Kisangara/Tansania von Joanna Kirschner-Roth und ein interessanter Jahresrück- und ausblick vom 1. Vereinsvorsitzenden Hartmut Schuberth machten die Weihnachtsfeier zu einem gelungenen Abend.

Bewerbung um Aufnahme der kulturellen Ausdrucksform „Tanz auf der Linde“ auf die Liste des „Immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO

11. Dezember 2013

Die Limmersdorfer Lindenkirchweih soll in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen werden! Diese Meldung örtlicher und überregionaler Medien sorgte in der 1. Dezemberwoche 2013 bei manchen für ungläubiges Staunen – es handelt sich dabei nicht um maßlose Selbstüberschätzung, sondern um den Anspruch auf Anerkennung einer kulturellen Ausdrucksform, die vor etwa 300 Jahren entstand und bis in die Gegenwart lebendig ist.

Nachdem Deutschland das von der UNESCO schon 2003 verabschiedete Übereinkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes erst zum Juli 2013 ratifiziert hatte, suchten wir im UNESCO-Club nach kulturellen Ausdrucksformen in der Region, die den Anforderungen des von der UNESCO aufgestellten Kriterienkataloges für diese Liste gerecht werden könnten. Im Gespräch mit Frau Prof. Hengelhaupt aus Bamberg stieß Sandra Bali auf die Tanzlindenkerwa in Limmersdorf. Um mehr über den Bewerbungsmodus für diese neue Liste, auf der mittlerweile rd. 290 kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen verzeichnet sind (u.a. die türkische Kaffeekultur sowie die Heilig-Blut-Prozession in Brügge), besuchte Frau Bali im Mai 2013 mit Hartmut Schuberth eine Fachtagung der DUK „Immaterielles Kulturerbe“ in Leipzig. Nach einem weiteren Gespräch  mit Frau Prof. Hengelhaupt waren beide der Überzeugung, dass unsere kulturhistorisch vielfältig geprägte Region mit mehreren kulturellen Ausdrucksformen das Potenzial hat, auf die Liste aufgenommen zu werden und neben Ober- und Niederbayern, die sich zum Beispiel mit der Landshuter Hochzeit bewerben werden, unbedingt Flagge zeigen sollte. Im Juni 2013 wurde Landrat Söllner kontaktiert und bei einem weiteren Gespräch im Landratsamt Veit Pöhlmann, der 1. Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung und Förderung der Limmersdorfer Kirchweihtradition, für das Vorhaben gewonnen, „seine Kerwa“ für diese weltweite Liste zu melden! Auf der Basis der von Veit Pöhlmann zur Verfügung gestellten Vereinsunterlagen erarbeitete Sandra Bali das Konzept für die Bewerbung, das dann mit Herrn Pöhlmann in die endgültige Fassung gebracht wurde. Nur bis November 2013 konnten sich in einer erstmaligen Runde Vereine und Organisationen mit kulturellen Ausdrucksformen (Traditionen, Rituale, Feste, Handwerkstechniken,…) um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des „Immateriellen Kulturerbes“ bewerben. Nur zwei Projekte pro Bundesland (insgesamt 32 und 2 länderübergreifende Projekte) werden an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergeleitet, die eine Vorschlagsliste erstellt, die von einem Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) geprüft wird. Dieses trifft im Benehmen mit dem Beauftragten der Bundesregierung eine Auswahlempfehlung, die von der KMK bestätigt wird. Die Staaten können aus dieser nationalen Liste Vorschläge an die UNESCO in Paris einreichen, über die im November des Folgejahres entschieden wird. Erste Nominierungen aus Deutschland für die internationale Liste könnten deshalb frühestens 2016 erfolgen.

Welterbe-Exkursion in die Niederlande und nach Belgien

12. Oktober 2013

P1140809 UC KU vor Windmühle-1013Die diesjährige Welterbe-Exkursion führte die Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach in die Niederlande und nach Belgien. Besucht wurden Amsterdam, Rotterdam, Brügge, Gent und Brüssel. Die Eindrücke waren Überwältigend.

Bericht Welterbe-Exkursion Niederlande

Erfahrungsbericht zur 1. Jugendakademie in Kisangara/Tansania von Joanna Kirschner Roth

12. Oktober 2013

Erfahrungsbericht Joanna Kirschner-Roth

Förderung der Jugendakademie in Kisangara/Tansania

13. September 2013

Förderung Joanna Kirschner-Roth-130913Vom 25. September bis zum 01. Oktober 2013 findet die erste Europäisch-Afrikanische Jugendakademie in Kisangara/Tansania statt. Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg unterstützt dieses Projekt seit Beginn der Planungen. Als Vertreterin des Berufsschulzentrums Kulmbach nimmt die Schülerin Joanna Kirschner-Roth an der Akademie teil. Zusammen mit etwa 50 SchülerInnen aus fünf anderen bayerischen und 11 niedersächsischen UNESCO-Projekschulen fliegt sie, betreut von der Landeskoordinatorin Frau Birgit Steidel-Paschold, nach Tansania. Zur Bestreitung der Kosten für Visum, Impfung und Versicherungen und als Anerkennung für das herausragende Engagement Joannas übergab Hartmut Schuberth der Schülerin 100 Euro aus Mitteln des Clubs. Wir freuen uns auf einen spannenden Erfahrungsbericht bei einem der nächsten Monatstreffen!

Wanderung auf den Spuren Jean Pauls

12. September 2013

IMG_8337 IMG_8332 Die schlechten Wetterprognosen hielten die wanderfreudigen Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach Plassenburg nicht von Ihrem Vorhaben ab, eine Teilstrecke des zum 250. Geburtstag Jean Pauls neu eingerichteten Themenweges zu erwandern. Zur Belohnung rissen pünktlich zum Start die Wolken auf und bescherten eine wundervoll romantische Abendstimmung. Gute sieben Kilometer führte uns der Rundweg von Wonsees durch das Wacholdertal nach Kleinhül, weiter über wunderschöne Wald- und Feldwege nach Sanspareil und von dort zurück nach Wonsees. Zahlreiche am Wegesrand aufgestellte Thementafeln mit literarisch-philosophischen Auszügen ließen uns die „arkadische Landschaft“ durch die Augen des Dichters sehen. Eine gemütliche Einkehr im Wonseeser Gasthaus „Zur Krone“, in welchem gerade „Kerwa“ gefeiert wurde, rundete den Abend ab – sicher ganz im Sinne des Genießers Jean Paul!

 

Gäste aus Bursa beim UNESCO-Club Kulmbach

04. Juli 2013

Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg lud die Gäste aus der Partnerstadt Bursa, LR + Bursa-040713die sich gegenwärtig in Kulmbach aufhalten, zu einem gemeinsamen Abend ein: 11 Schüler der Tophane-Berufsschule, die mit Direktor Ismail Basaran und Projektkoordinator Hüseyin Köse zum 41. Praktikantenaustausch mit dem Beruflichen Schulzentrum gekommen waren, Tülay Seiner mit zwei weiteren Erzieherinnen des ÇEK ÖZEL BEŞEVLER Kindergartens, der mit dem Paul-Gerhardt-Kindergarten seit vier Jahren eine Partnerschaft pflegt, sowie die beiden Vorsitzenden des UNESCO-Clubs Bursa-Tophane, Hüseyin Köse und Kadir Gümüs. Die Gäste aus Bursa informierten über das gemeinsame Projekthaus in Cumalikizik, das von beiden Clubs und Schulen restauriert wurde und nun als Gästehaus und Museum genutzt wird. Sie dankten für die vielfältige Unterstützung aus Kulmbach für dieses für die Dorfentwicklung wichtige Projekt, das vom Kulmbacher UNESCO-Club angeregt und von der EU finanziert wurde. Die Bewohner wurden sich des kulturellen Schatzes bewusst, über den sie verfügen, und den sie zur Freude der vielen Besucher präsentieren können: Fachkundig, stilgerecht restaurierte Häuser statt Betonsanierungen, kulinarische Angebote aus den eigenen Gärten und Feldern sowie nach handwerklicher Tradition gefertigte Bekleidungs- und Gebrauchsgegenstände. Das Projekt habe auch eine Veränderung der Frauenrolle bewirkt: Heute sei es selbstverständlich, dass die Frauen auf dem Markt ihre selbst gefertigten Produkte anböten und einen Beitrag zum Familieneinkommen leisteten. Vorsitzender Hartmut Schuberth bedankte sich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft, die eine Delegation des Clubs auf ihrer Frühjahrsexkursion erfahren durfte und versprach, dass die Kulmbacher die Vermarktung des Gästehauses beider Clubs u.a. über ihre Homepage (www.unesco-clubkulmbach.de ) unterstütz und auch weiterhin den Praktikantenaustausch fördern werden. Landrat Klaus-Peter Söllner zollte der jahrzehntelangen erfolgreichen Zusammenarbeit der Schulen und Clubs seine Anerkennung, von der er sich schon zweimal vor Ort selbst überzeugen konnte.

Beeindruckt zeigten sich Gäste und Gastgeber von der anschließenden Nachtwächterführung, die sie in mittelalterliche Geheimnisse unserer Stadt entführte.

 

Vortrag zum Thema „Slow-Food“ von Jörg Düreth

13. Juni 2013

Im Rahmen des Juni-Mitgliedertreffens des UNESCO-Clubs Kulmbach reVortrag Slow Food 2ferierte Jörg Düreth anschaulich über die Philosopie der Non-Profit-Organisation Slow Food, einer weltweiten Vereinigung von Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die Kultur des Essens und Trinkens lebendig zu halten, eine verantwortliche Landwirtschaft und artgerechte Viehzucht zu fördern und Wissen über die Herstellung und Qualität von Nahrungsmitteln zu vermitteln. 2012 wurde die Slow Food Sinnesschulung in den Bildungskanon der UNESCO aufgenommen.

 

Neue Vorstandschaft / New Board of Directors

März 2013

Werner Eschenbacher wurde nach 16 Jahren als Vorsitzender verabschiedet. Hartmut Schuberth und Sandra Bali rücken nach.

Alter und neuer VorstandEiner der größten UNESCO-Clubs Deutschlands hat einen neuen Vorsitzenden: Werner Eschenbacher, der frühere Schulleiter der Hans-Wilsdorf-Schule, der den Club seit seiner Gründung 1997 geführt hat, wurde durch Hartmut Schuberth abgelöst, der bisher sein Stellvertreter war. Schuberth war bis letzten Sommer UNESCO-Schulkoordinator des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach.

Neue zweite Vorsitzende ist die Kunsthistorikerin Sandra Bali, die seit Jahren engagiert das Projekthaus des Clubs in Cumalikizik nahe der Partnerstadt Bursa mitgestaltet hat. In der Jahreshauptversammlung wurden die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden gewürdigt: Eschenbacher habe im beruflichen Bereich als einer der Ersten den UNESCO-Gedanken aufgegriffen und zusammen mit Hartmut Schuberth 1985 den Praktikantenaustausch mit Bursa eingeleitet. Maßgeblich habe er auch die Städtepartnerschaft Kulmbachs mit der türkischen Millionenstadt Bursa auf den Weg gebracht. Auch an den freundlichen Kontakten zur türkischen Gemeinde in Kulmbach, den vielen gemeinsamen Veranstaltungen, habe Eschenbacher großen Anteil. Ein besonderes Anliegen seien ihm Exkursionen zu UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten gewesen, die jeweils großen Zuspruch finden.

Werner Eschenbacher wurde für sein langjähriges Engagement und für seine maßgeblichen Verdienste als Ehrenvorsitzender des UNESCO-Clubs Kulmbach ernannt.

Projektskizze Tansania

Der UNESCO-Club Kulmbach und die Hans-Wilsdorf-Schule haben im vergangenen Jahr das Projekt „Modellschulen für Afrika“ des ehemaligen Bundeskoordinators Dr. Karlheinz Köhler in Tansania unterstützt. Diese Unterstützung will der Club auch in Zukunft fortsetzen. Für die Schule ergibt sich die viel versprechende innovative Möglichkeit, sich einem Kreis von 5 bayerischen UNESCO-Projektschulen anzuschließen, die eine mittelfristige Zusammenarbeit mit der von Dr. Köhler in Tansania gegründeten Schule anstreben. Als Ziel schwebt den Beteiligten vor, einmal jährlich in Tansania eine Schülerakademie durchzuführen. Diese müsste vorbereitet werden, wozu die modernen Medien genutzt werden sollen. Näheres ist der beigefügten Projektskizze zu entnehmen.

>> Projektskizze_Tansania herunterladen (PDF-Datei)