Aktuelles

Besuch der Ausstellung „Aufgewacht! Die Sammlungen der Grafen Giech aus Schloss Thurnau“ und der Kemenate von Schloss Thurnau

10. Juli 2016

Plakat AufgewachtKreisheimatpfleger Harald Stark führte den Unesco Club durch die im Töpfermuseum Thurnau ausgestellte und von ihm kuratierte Sonderausstellung „Aufgewacht! Die Sammlungen der Grafen Giech aus Schloss Thurnau“. Erstmals seit über 40 Jahren war die Sammlung wieder öffentlich zu sehen. Prachtvolle Möbel, kostbares Geschirr, glänzendes Silber, altehrwürdige Bücher und viele kuriose Gegenstände erzählen von der faszinierenden, wechselvollen Geschichte eines der größten Schlösser in Bayern. Schloss Thurnau wurde jahrhundertelang von zwei Familien bewohnt: Den Grafen Giech und den Freiherrn von Künßberg. Nicht zuletzt aus der Konkurrenz dieser beiden Dynastien entstand in Thurnau eine für einen Ort dieser Größe erstaunliche Kulturblüte: Schloss Thurnau ist nicht nur ein faszinierendes Baudenkmal, sondern war einst auch Standort einer hochbedeutenden Bibliothek sowie mit Liebe zusammengetragener und gepflegter Familiensammlungen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war diese Privatsammlung mit Ahnenbildern, Waffen, Rüstungen, Marterwerkzeugen, bronzezeitlichen Funden und vielem mehr für jedermann zugänglich, wovon nicht weniger als 6.400 Eintragungen im Besucherbuch zeugen – darunter König Otto von Griechenland.

Im Anschluss an den Besuch der Sonderausstellung hatte der UNESCO-Club die Gelegenheit die Kemenate von Schloss Thurnau, den Ort also, wo die Sammlung bis in die 1970er Jahre ausgestellt war, mit Kastellan Ralf Wirth und Günther Kartittke zu besichtigen. Insbesondere das „Rote Zimmer“ mit dem erst jüngst sanierten Gebetserker künden von der alten Pracht und der wechselvollen Geschiche des Schlosses.

Besuch in Bursa im April 2016

12. Juni 2016

IMG_5447Vom 2. bis 16. April 2016 besuchte Hartmut Schuberth den UNESCO-Club Bursa im Rahmen des 44. Schüleraustausches des BSZ und der Tophane Keknik Lisesi. Zu den Höhepunkten des Aufenthaltes gehörten der Besuch von Cumalikizik, die Exkursion nach Eskisehir, die Wochenendexkursion nach Ayvalik/Cunda sowie der Tag am Golf von Gemlik.

Neben dem sehr guten Zustand des Projekthauses in Cumalikizik ist die Neuausrichtung des Partnerclubs als UNESCO-Club Burso, ohne Beschränkung auf Tophane, hervorzuheben, die den Club für alle Bürger der Stadt öffent. Als positive Folge sind zahlreiche neue Mitglieder zu verzeichnen, die das Club Leben aktiv mitgestalten. Als Vorsitzender wurde Taner Özer im Januar 2016 bestätigt.

Zentral diskutierte Projekte waren das 2015 begonnene EU-Projekt zur Verbesserung der Vermarkthung regionaler Produkte in Cumalikizik sowie die Öffnung des Projekthauses für Gäste aus dem In- und Ausland. Das Erasmus-Projekt zur Optimierung der Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene, insbesondere Frauen, kann leider derzeit aus verschiedenen Gründen nicht weiterverfolgt werden.

Großer Dank ergeht an Oya und Metin Boszkurt, an Esra Minez und an Taner Özer für das großartige Programm und die wie immer überwältigende Gastfreundschaft.

Exkursion zum Besucher-Bergwerk in Kupferberg

15. Mai 2016

IMG_5985Eine außergewöhnliche Exkursion führte 20 Mitglieder unseres Clubs und Gäste in die Tiefe: Im erst 2015 in Kupferberg eröffnete Besucher-Bergwerk begrüßte uns unser Mitglied Fred Jansch in traditioneller Bergmanns-Tracht. Er engagiert sich im Verein Bergbau-Museum zusammen mit 170 weiteren Mitgliedern für den Erhalt und die museale Nutzung dieser ehemaligen Zeche, um die große Vergangenheit dieser Stadt, eine der kleinsten Bayerns, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Museumsleiter Werner Großkop informierte uns in recht kurzweiliger und fundierter Weise über die Geschichte des in Kupferberg seit etwa 700 Jahren betriebenen Abbaus von Kupfer. Zur Blütezeit des Bergbaus waren dort fast 2000 Bergleute mit dem Abbau und der Schmelze des in einer außergewöhnlich hohen Konzentration von etwa 15 % vorkommenden Erzes beschäftigt. Normal sind bis heute Anteile von 3 %. Ab dem 14. Jahrhundert erfolgte der Bergbau unter Kontrolle der Bamberger Fürstbischöfe. Als Verwalter ihrer wirtschaftlichen Interessen vor Ort hatten sie das Geschlecht derer von Guttenberg aus der benachbarten Ortschaft bestimmt. Bis zur Nutzung des Schwarzpulvers für den Abbau der Flöze vor etwa 200 Jahren brachen die Bergleute 12 Stunden am Tag an 6 Tagen in der Woche unter mörderischen Bedingungen das Gestein mit einfachem Werkzeug aus dem Berg.  Die Lebenserwartung der dort Tätigen lag deshalb bei höchstens 40 Jahren. Die Besucher konnten sich an mehreren Stellen der wieder freigelegten Stollen von den extremen Arbeitsbedingungen unter Tage ein Bild machen. Die ungünstigen Abbaubedingungen im Vergleich zum Tagebau bei Mitbewerbern z.B. aus Chile und insbesondere die ungelösten Probleme mit immer wieder auftretenden Wassereinbrüchen führten dann schließlich 1940 zum Ende des Bergbaus in Kupferberg. Vorsitzender Hartmut Schuberth bedankte sich bei Herrn Großkop für die eindrucksvolle Führung und lud zum anschließenden gemütlichen Beisammensein nach Hermes ein.

Informationen zum Besucherbergwerk finden Sie hier: www.bergbau-kupferberg.de

Die christliche Kirche „Franzis Kilisesi“ in Bursa bleibt erhalten

09. April 2016

IMG_5586Die Nachricht von der Schließung der letzten christlichen Kirche in Bursa nahm Hartmut Schuberth zum Anlass, sich mit der deutschen Honorarkonsulin Sabine Sibel Cura in Bursa zu treffen. Das Gespräch kam durch Vermittlung unseres Club-Mitgliedes Dr. Metin Bozkurt zustande. Bei dem Gespräch stellte sich heraus, das die Kirche nicht geschlossen wird, sondern dass lediglich ein neuer Nutzungsvertrag mit der christlichen Gemeinde geschlossen werden musste, der nun über das Kulturreferat der Stadt Bursa abgewickelt wird.

Den in der Bayerischen Rundschau am 9. April zu diesem Thema veröffentlichten Artikel finden Sie hier: br_20160409_13

Vortrag über Fritz Trendel „China-Fritz“ aus Kulmbach von Wolfgang Schoberth

13. März 2016

IMG_5132Zur Hauptversammlung des UNESCO-Clubs Kulmbach kamen die Anwesenden in den Genuss eines höchst interessanten Vortrags von Wolfgang Schoberth über den „China-Fritz“ von Kulmbach, einen ehemaligen Textil-Unternehmer, der mit seiner Frau 1901 nach China aufbrach, dort reüssierte und in die Wirren des 1. Weltkriegs geriet. Sein know how half damals der deutschen Kolonie ine Tsingtau, vier Monate der Übermacht der Entländer und Japaner zu trotzen. 1947 kehrte er in die Heimat Kulmbach zurück und gründete dort mit einigen Gleichgesinnten den „Club Atlantis“. Die Ziele dieses Clubs waren u.a. Brücken für eine Weltbrüderschaft zu schaffen, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge und Neu-Kulmbacher aufzubauen, den Dialog der Kulturen zu fördern und den internationalen Jugendaustausch zu fördern. Diese Bewegung, die ihrer Zeit weit voraus war, bestand als Verein bis 1953. Fritz Trendel ist somit so etwas wie ein Pionier des UNESCO-Clubs. Weitere Informationen zu Fritz Trendel finden Sie hier: Info Fritz Trendel.

Otto Schuhmann erhält das Bundesverdienstkreuz

13. Februar 2016

Unser langjähriges Mitglied Otto Schuhmann hat das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Überreicht wurde es von Gesundheitsministerin Melanie Huml mit den Worten „Sie haben im Landtag und in den verschiedensten Gemien der Kommunalpolitik um Meinungen gerungen und sich mit aller Kraft für das Gemeinwesen eingesetzt“.

Otto Schuhmann war von 1974 bis 1994 SPD-Landtagsabgeordneter. Von 1994 bis 2003 gehörte er dem Bezirkstag und von 1972 bis 2014 dem Kreistag an. Von 1972 bis 1981 engagierte er sich neben seinen zahlreichen Ehrenämtern zudem im Stadtrat Burgkunstadt und von 1984 bis 2014 im Gemeinderat Altenkunststadt.

„Der Saalbau Wittelsbach in Kulmbach“ – Vortrag von Bernhard Kriest im Kulmbacher Mönchshof.

19. Januar 2016

IMG_4431In seinem mit vielen historischen Aufnahmen und Plänen veranschaulichten Vortrag zeigte Herr Bernhard Kriest die wechselvolle Geschichte des Ende des 19. Jahrhunderts im Zentrum der Stadt Kulmbach erbauten „Saalbaus Wittelsbach“ auf. Dieses schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder abgerissene Gebäude diente dem Erbauer als Ausdruck seines stolzen wirtschaftlichen Erfolges sowie dem Kulmbacher Bürgertum als Repräsentationsbau und Stätte für kulturelle und vergnügliche Anlaesse. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang der Gründer endete auch die glanzvolle Ära dieses prachtvollen Palais.

Gast dieser Club-Veranstaltung war auch der ehemalige Praktikant Samet Tuerhan aus Bursa, der hier eine Europa-Reise begann, auf der er sich u.a. nach geeigneten Studienorten für eine Fortsetzung seines Maschinenbau-Studiums umsehen will.

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

IMG_4167Die alljährliche Weihnachtsfeier des UNESCO-Clubs Kulmbach im Landgasthof Lauterbach/Obergräfenthal wurde in diesem Jahr mit einem Vortrag des Ehepaares Habel über die pittoresken Höhepunkte ihrer Australien-Weltreise bereichert. Die stimmungsvolle musikalische Ausgestaltung übernahmen in bewährter Weise Wolfram Müller und Rolf Weber.

UNESCO-Club auf den Spuren des Welterbes in Niedersachsen

14. November 2015

DSC_0932Die dreitägige Herbstexkursion des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg führte in diesem Jahr zu drei Welterbe-Stätten Niedersachsens: Zunächst in die Altstadt von Goslar mit der von Heinrich III. vor knapp 1000 Jahren errichteten Kasiserpfal, die 1992 in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde. Hier begrüßte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk den UNESCO-Club. Weiter ging es nach Hildesheim mit Besuch der nach dem zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Altstadt samt Dom und Michaeliskirche und in das von Walter Gropius errichtete Fagus-Werk in Alfeld. Am letzten Tag der Exkursion standen zwei Naturerlebnisse auf dem Programm: Zunächst eine Führung auf dem Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg und später ein Picknick au fdem Hexentanzplatz nahe der Stadt Thale im Harz.

Exkursion zum Kloster Speinshart

04. Oktober 2015

Kloster Speinshart23 Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach und vier Gäste besuchten im September Kloster Speinshart in der Oberpfalz und ließen sich vom geschlossenen Ensemble der Klosteranlage, der frisch renovierten Klosterkirche im Spätbarockstil und den kompetenten Ausführungen von Pater Benedikt beeindrucken. Die Gründung des Prämonstratenser-Chorherrenstifts geht auf das Jahr 1145 zurück. Im 17./18. Jahrhundert wurde die Klosteranlage nach Plänen von Wolfgang und Georg Dientzenhofer auf den romanischen Fundamenten in barocker Pracht neu errichtet. Mit der Säkularisation wurde der Betrieb des Klosters für viele Jahre unterbrochen. Erst 1921 kaufte die böhmische Abtei Tepl den Gebäudekomplex vom bayerischen Staat zurück und gründete erneut ein Prämonstratenserstift. Heute leben im Kloster 6 Patres und zwei Fratres. Weltweit gehören etwa 1400 Patres zum Orden.

Nach der eindrucksvollen Führung kehrten die Teilnehmer in der geschmackvoll renovierten Klosterschänke ein und wurden dorf vorzüglich bewirtet.

30 Jahre Schulpartnerschaft – aus Partnern wurden Freunde

22. August 2015

Der diesjährige Besuch unserer türkischen Freunde in Kulmbach stand ganz im Zeichen der 30jährigen Schulpartnerschaft. Das Jubiläum wurde groß gefeiert.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier:  30 Jahre Schulpartnerschaft-II

Die Engel von Traindorf

22. Augst 2015

IMG_2488Als Fortsetzung seines Vortrags vom Januar erläuterte uns Wolfgang Schoberth im Sommer noch einmal vor Ort in Traindorf, wie es in den Wirren der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges zur Entstehung dieser außergewöhnlichen „himmlischen Schönheiten“ in diesem Kirchlein im Oberland gekommen ist. Dem Ort angemessen hielt seine Frau Margarete, Gymnasiallehrerin für Deutsch und Religionslehre sowie Lektorin eine eindrucksvolle Andacht, begleitet von einem Münchberger Kollegen am Harmonium. Hartmut Schuberth bedankte sich bei den drei Akteueren sowie bei Kirchenpfleger Frank Herold für dieses eindrucksvolle Erlebnis und bat bei den Zuhörern um eine Spende für den Erhalt der Kirche. Zum geselligen Ausklang ging es ins benachbarte Marienweiher.

Vortrag „Aufstieg und Fall des Nationalsozialismus in Kulmbach“

07. Juni 2015

Am Dienstag, den 05. Mai berichtete Erich Olbrich im Rahmen unseres IMG_2139regulären Monatstreffens über die Auswirkungen des Nationalsozialismus in Kulmbach. Mit Fotos aus dieser zeit dokumentierte der Referent, wie die Nationalsozialisten mit aufwändig ausgestalteten Festen und Aufmärschen die Menschen in den Bann zogen, ihnen einen Halt boten. Viele ließen sich vn diesen gezielt eingesetzten Äußerlichkeiten, z.B. auch dem Bau der Flutmulde, beeindrucken, ohne die Absichten zu durchschauen. Es gab jedoch auch kritische Reflexionen, z.B. in der Verballhornung des zur Deckung der durch die massive Aufrüstung entstandenen Finanzierungslücken eingesetzten Winter-Hilfs-Werkes als Waffen-Hilfs-Werk.

Wolfgang Schoberth beleuchtete anschließend sehr detailliert die Ereignisse ab dem 13. April 1945, dem Tag des Einmarsches der Amerikaner in die Stadt, der für Kulmbach wichtiger als der Tag der Kapitulation war. Bis auf zwei Bomben, die einen Tag zuvor auf die Plassenburg abgeworfen wurden, weil von dort aus von einigen SS-Männern Aufklärungsflugzeuge beschossen worden waren, erfolgte die Übergabe der Stadt friedlich. Geplant war allerdings, die Stadt „bis zur letzten Patrone“ zu verteidigen. Zu diesem Zweck wurde ein „Volkssturm“ mobilisiert, zu dem u.a. auch unser Mitglied Hans Nützel mit 14 Jahren rekrutiert worden war! Kreisleiter Fritz Schuberth hatte jedoch am 12.04.45 entschieden, dass Kulmbach nicht verteidigt wird. So erfolgte die Übergabe der Stadt kampflos, nachdem Frauen die errichteten Panzersperren beseitigt hatten. Schoberth schilderte auch die logistischen Probleme der Besatzungsmacht, im „besiegten Feindstaat“ eine funktionierende Versorgung und Verwaltung der 15000 Einwohner und 5000 Flüchtlinge und Kriegsgefangenen zu gewährleisten. Eine bedeutende Rolle bei der Bewältigung der Probleme spielte dabei der zunächst von den Amerikanern eingesetzte, später gewählte Oberbürgermeister Georg Hagen. Als positives Beispiel der Zusammenarbeit gilt die 1953 eingeweihte, von den Amerikanern finanzierte „Reformvolksschule“ Mangersreuth, heute Max-Hundt-Schule.

Exkursion nach Seßlach

18. April 2015

P1160226Eine rundum gelungene Exkursion in das Städtchen Seßlach wurde den Mitgliedern des UNESCO-Clubs am vergangenen Donnerstag beschert. Bei strahlendem Sonnenschein führte uns Wolfgang Schott durch den Ort und erklärte Wissenswertes und Spannendes zur Stadtgeschichte, zu den Einwohnern und dem historischen Baubestand, der sich rund um die mittelalterliche St.-Johannis-Kirche erhalten hat. Gekrönt wurde die Stadtführung von einem Besuch des Kommunbrauhauses mit Kostprobe und der anschließenden Einkehr im Gasthof Pörtnerhof.

Urkundenverleihung zur Aufnahme der Limmersdorfer Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes

22. März 2015

Am Montag, den 16. März fand in Berlin die feierliche Übergabe der Urkunde zur Aufnahme der IMG_1706Limmersdorfer Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes statt. Den Verein zur Erhaltung der Kirchweihtradition vertraten die Vorsitzenden Veit Pöhlmann und Jürgen Kraus. Vom UNESCO-Club nahmen Hartmut Schuberth und Sandra Bali teil. Staatministerin Monika Grütters lobte die ausgewählten kulturellen Ausdrucksformen als Vertreter der deutschen Kulturlandschaft, die maßgeblich zur Identifikation mit der Heimat beitragen würden. Nicht Objekte, sondern Menschen, deren Engagement nicht in Geld aufgewogen bzw. staatlich gelenkt werden könne, würden die Schlüsselrolle beim immateriellen Kulturerbe spielen. Gemeinsam mit der Limmersdorfer Lindenkirchweih wurden 26 weitere Kulturformen ausgezeichnet. Veit Pöhlmann nahm die Urkunde entgegen und stellte die Lindenkirchweih dem Auditorium in einem kurzen Vortrag vor. Eine Fachtagung zum Thema immaterielles Kulturerbe rundete die in der Ländervertretung von Schleswig-Holstein ausgerichtete Veranstaltung ab.

Das Bierbrauen in Kulmbach – Vortrag von Bernd Winkler

22. März 2015

Anlässlich der Hauptversammlung des UNESCO-Clubs Kulmbach Plassenburg stellte Bernd WinklerIMG_5719 sein aktualisiertes und überarbeitetes Buch „Das Bierbrauen in Kulmbach“ vor. Ausgehend vom Jahr 1349, ab dem im Augustinerkloster in der Stadt gebraut wurde, schlägt er den Bogen bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals gab es 60 Brauberechtigte in der Stadt, die in 12 Brauhäusern nur in der Zeit von Ende September bis Ende April ihr Bier brauen durften, da sonst die Kühlung in den 83 Kellern im Burgberg nicht gewährleistet gewesen wäre. Der Export erlebte seine Blüte mit dem Bau der Eisenbahn über Kulmbach Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Geschick zweier Frauen in den Familien Reichel und Sandler sowie die Kompetenz des Michael Taeffner trugen maßgeblich zum Aufstieg der drei großen Kulmbacher Brauereien bei.

Die Kulmbacher Mühlen – Vortrag von Harald Stark

17. Februar 2015

In einem kurzweiligen und fundierten Vortrag erläuterte Kastellan Harald Stark die Geschichte derIMG_5710 ehemaligen Kulmbacher Mühlen. In der zur Kommunbräu umgebauten Limmermühle erfuhren die Zuhörer so manch Neues über ihre Stadt – wo befanden sich die Mühlen? Zu welchem Zweck dienten sie? Wie funktionierten sie? Was ist von ihnen erhalten? Harald Stark, der 2014 bereits eine Ausstellung zu dem Thema in der Kommunbräu präsentierte, weckte gekonnt das Interesse an diesen kulturprägenden Bauten und dem mit ihm verknüpftem Handwerk.

25 Jahre FORUM  – Glückwunschschreiben von Frau Dr. Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

18. Januar 2015

Liebe Mitarbeiter im FORUM der UNESCO-Clubs! Heute vor 25 Jahren wurde das FORUM zum ersten Mal als FORUM in dem Protokoll vom 13.1.1990 erwähnt. Die Sitzung wurde damals von Herrn Dr. Meinel geleitet, und er hat auch das Protokoll geschrieben. Viele Clubs sind älter. Damit wir nach außen mit einer Stimme vertreten waren, taten wir uns zusammen und nannten uns FORUM (lat.: der Marktplatz). Es war und ist ein Markt der Möglichkeiten im Rahmen der UNESCO-Regeln. Die Clubs, die das FORUM sind, haben mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen sehr vielfältigen, sehr bunten Katalog erstellt. Auch nach der langen Reihe von Jahren in der Koordinationsarbeit bin ich immer wieder beeindruckt, wie lebendig die alltägliche Clubarbeit an der Basis im Jahresablauf mit den vielen UNESCO-Terminen ist. An vielen Plätzen der Welt haben die Clubs mit geholfen, daß der Name UNESCO einen guten Klang hat. Zu diesem 25.Geburtstag erhielten wir ein Glückwunschschreiben von der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Frau Dr. Metze-Mangold, das ich an Sie und Ihre aktiven Mitarbeiter in den Clubs weiterleite. Ihnen und uns allen wünsche ich weiterhin eine gute, lebendige Zusammenarbeit mit viel Erfolg im Sinne des UNESCO-Gedankens. Mit freundlichen Grüßen Rosemarie Landgrebe

25 Jahre FORUM-Brief der Präsidentin

„Himmlische Schönheiten“ – Vortrag von Wolfgang Schoberth

18. Januar 2015

Kirche Traindorf Linkes EngelspaarWolfgang Schoberh referierte beim Kulmbacher UNESCO-Club vor vielen interessierten Zuhöhrern über Mitschke-Collanders „Engel von Trainsdorf“. Vor 70 Jahren, wenige Tage nach dem Zweiten Weltkrieg, klopfen drei Flüchtlinge an den Toren von Schloss Guttenberg an: Constantin von Mitschke-Collande, seine Frau Hilde und ihre fünfjährige Tochter Constanze.

. Ihr Gepäck aus zwei Rucksäcken, alles andere, darunter Hunderte von Bilder, ist bei der Bombardierung Dresdens ein Raub der Flammen geworden.

Mitschke-Collande ist neben Otto Dix, Oskar Kokoschka und Conrad Felixmüller Gründungsmitglied der „Dresdner Sezession“, einer international angesehenen, avantgardistischen Künstlerorganisation. Den Nazis gelten die Bilder als „entartet“. Bei der berüchtigten Schmähausstellung 1937 im Haus der Kunst in München werden auch mehrere Arbeiten Collandes gezeigt. Vermutlich befinden sich unter der nach Bern gegebenen Kunst-Sammlung Cornelius Gurlitts auch Werke des Künstlers.

Während seines sechsmonatigen Aufenthalts 1945 in Guttenberg erhält Mitschke-Collande von der Schlossherrin Elisabeth von Guttenberg den Auftrag, Chor und Apsis der Kirche von Traindorf auszugestalten. Collande malt zwei überlebensgroße Engelspaare rechts und links des Triumphbogens. Ihr besondere Clou: die attraktivsten Frauen Guttenbergs haben hierfür Model gestanden.

Für die Kunsthistoriker sind Collandes „Engel von Traindorf“ eine sensationelle Entdeckung der vergangenen beiden Jahre. Lisa Kern, Expertin für moderne Kunst am Lenbach-Haus in München, nennt sie ein einzigartiges künstlerisches Zeugnis der ersten Nachkriegstage. Sie rühmt die klassische Schönheit der Figuren mit ihren nazarenerhaften Gesichtszügen und den priesterlichen Gewändern. Anmut und Glaube seien auf wunderbare Weise verschmolzen.

Im Sommer vergangenen Jahres ist die wertvolle Chor-Bemalung des Traindorfer Kirchleins durch eine Königsfelder Firma aufwändig restauriert worden, sodass sie ihre ursprüngliche Farbe und Leuchtkraft zurück erhalten hat.

Wolfgang Schoberth hat in mühevoller Kleinarbeit den Aufenthalt der Familie Collande in Guttenberg rekonstruiert und die Identität der Engels-Figuren geklärt. Anhand einer Power-Point-Präsentation wird er davon berichten.

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

28. Dezember 2014

P1160169Auf der Weihnachtsfeier in Obergräfenthal unterhielten und inspirierten uns Wolfram Müller, Joanna Kirschner-Roth, Brigitte Binder und Walter Tausendpfund mit Musik, Berichten und Geschichten.

Wir wünschen allen Mitgliedern des UNESCO-Clubs ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

 

Martini-Gansessen in Kirchleus

12. November 2014

IMG_0984Am St. Martins-Tag fand das alljährliche Martini-Gansessen in Kirchleus statt. Herzlichen Dank an Werner Habel für die erneute Initiative und Organisation! Ebenso herzlichen Dank an Marianne Diroll für die Betreuung der Flüchtlinge in Kulmbach.

Rundgang durch die Kulmbacher Unterwelt

23. Oktober 2014

Eine erfreuliche Beteiligung wies das September-Treffen unseres Clubs auf, bei dem Herr Thorsten Olbrich in die Kulmbacher Unterwelt führte. Er zeigte uns in zwei Stunden die wichtigsten Teile des weitläufigen, teilweise miteinander verbundenen Kellersystems unter dem Burgberg der Plassenburg. Die schon vor Jahrhunderten unter unvorstellbaren Anstrengungen in den Sandstein gehauenen Gänge und Stollen dienten wegen ihrer gleichbleibenden Temperatur von 8-10 Grad früher den Brauereien als Lagerkeller, in denen sich das aus den benachbarten Eisweihern gehauene Eis recht lange hielt. Weiterhin boten sie in Einzelfällen auch Schutz vor Feinden, im Zweiten Weltkrieg dienten sie in größerem Umfang als Luftschutzkeller. Heute sind die meisten Keller nicht mehr genutzt.

Wanderung rund um den Herrenstein

16. September 2014

Auf einer etwa dreistündigen Wanderung erkundeten zahlreiche Clubmitglieder am verHans Nützel auf dem Herrenstein-klgangenen Dienstag unter der Leitung von Hans Nützel das Gebiet rund um den Herrenstein bei Buchau. Bei schönstem Wetter ging es über Wiesen, durch Schluchten und durch Wälder bis zum beeindruckenden Stein, auf den sich die Grafen von Giech im 18. Jahrhundert zur Jagd begaben. Bei einer anschließenden Einkehr in der Gaststätte „zum Paul“ in Buchau gab uns unser Ehrenvorsitzender Werner Eschenbacher eine Einführung zum 2012 erschienenen Frankenkrimi „Herrenstein“ von Jacqueline Reese.

Absage Polen-Exkursion

05. August 2014

Leider muss die seit fast einem Jahr geplante Exkursion nach Polen mangels Teilnehmer (Stand 31.07.2014: 12 Anmeldungen) ausfallen. Eine gesonderte Absage ging bereits an die gemeldeten Teilnehmer.

Mitgliedertreffen in Limmersdorf

13. Juli 2014

Zu Foto 1Gast bei unserem neuen Vereinsmitglied, Veit Pöhlmann, bekamen die Clubmitglieder aus erster Hand die Geschichte und Hintergründe der Limmersdorfer Lindenkirchweih geschildert. Die hölzerne Lindenplattform samt der zum Teil noch originalen Sandsteinsäulen wurde nach einer zeit- und kostenaufwändigen Restaurierungsphase erst wenige Tage zuvor offiziell wiedereröffnet.

Drücken wir nun gemeinsam die Daumen für die Aufnahme der Lindenkirchweih auf die nationale Liste des immateriellen Welterbes!

Spendenübergabe an Dr. Karl-Heinz Köhler für die „One Wold – Secondary School Kilimanjaro Isangara“ am BSZ Kulmbach

30. Juni 2014

Am Donnerstag, den 26. Juni, überreichten der UNESCO-Club und die Berufsschule Kulmbach eine Spende von 3.000 Euro für das tansanische Schulprojekt „One World – Secondary School SpendenübergabeKilimanjaro Isangara“ an Dr. Karl-Heinz Köhler. Sie soll für den Bau weiterer Schulgebäude auf dem Internatsgelände verwendet werden. Die deutsche Modellschule setzt modernste pädagogische Konzepte und Methoden in Tansania um und will einen Beitrag zur Verbesserung des Bildungswesens leisten. Insbesondere die Förderung benachteiligter Jugendlicher sowie die Chancen auf eine gute Schulbildung für Jungen und Mädchen gleichermaßen ist ein Anliegen Dr. Köhlers. Der UNESCO-Club sowie das BSZ Kulmbach unterstützen das Schulprojekt seit seiner Gründung im Jahr 2012.

Die Spende setzt sich aus Erlösen des Afrika Tages und Fair Trade Basars am BSZ, aus Spenden des UNESCO-Clubs Kulmbach, der Sparkasse und des Landkreises Kulmbach sowie aus privaten Zuwendungen von Clubmitgliedern zusammen.

Die Spendenübergabe fand im Berufsschulzentrum statt. Im Anschluss konnten alle gemeinsam bei einem vom BSZ organisierten Public Viewing das WM-Fußballspiel Deutschland-USA genießen.

Bursa und Cumalikizik Weltkulturerbe

25. Juni 2014

Unsere allerherzlichsten Glückwünsche gehen heute an unsere Freunde in Bursa und Cumalikizik! Bursa, unsere Partnerstadt, und Cumalikizik, Standort unseres Projekthauses, wurden nun offiziell als „Weltkulturerbe“ eingestuft! Auf der 38. Sitzung des Komitees für Weltkulturerbe wurden die Orte unter dem Titel „Bursa und Cumalikizik: Die Wiege des Osmanischen Reichs“ auf die Liste des Welterbes aufgenommen.

Weitere Infos unter: http://whc.unesco.org/en/list/1452 und http://www.bianet.org/english/world/156675-cumalikizik-and-bergama-enter-unesco-s-world-heritage-list

Zu Gast bei unseren Partnern vom UNESCO-Club Bursa

20. Mai 2014

Vom 04. bis zum 13. April waren Hartmut Schuberth und vier weitere Mitglieder des UNESCO-Clubs Cuma-Geschenkübergabe klKulmbach sowie 14 Praktikanten/innen des BSZ KU zu Gast bei unseren Partnern vom UNESCO-Club Bursa. Außerdem gehörten der Kulmbacher Delegation sechs Vertreterinnen des Kindergartens DIE KITA sowie zwei Vertreter der Türkischen Gemeinde in Kulmbach an. Die Kulmbacher genossen wieder die außergewöhnliche Gastfreundschaft unserer türkischen Freunde und hatten mit dem neu gewählten Vorsitzenden Taner ÖZER und seinem Vorstand eine gemeinsame Sitzung im Projekthaus in Cumalikizik mit anschließendem Abendessen in einem renovierten Restaurant im Ort. Taner ÖZER informierte dabei  über den Stand der Arbeiten am Hause: Einzug neuer Mieter seit Februar 2014; Einbau einer auf Kohle und Holz basierten Heizungsanlage im gesamten Gebäude; Übernahme der Schreinerwerkstatt im Dorf durch die Tophane-Schule zur Ausbildung der Dorfjugend.

UNESCO-Club auf den Spuren des Welterbes

17. Mai 2014

Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg bietet seinen Mitgliedern traditionell in jedem Jahr Welterbe-Exkursionen an. Das Ziel der diesjährigen Tagesreise war die Wartburg P1150494mit Eisenach, dem Geburtsort von Johann Sebastian Bach. Eine eindrucksvolle Führung auf der Wartburg, die 1999 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde, informierte detailliert zur Geschichte der Burg, die landläufig vor allem als der Ort bekannt ist, an dem sich Martin Luther 1521/22, vom Kaiser geächtet und vom Papst gebannt, als Junker Jörg im Schutz seines Landesherrn verbarg und in 10 Monaten das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche übersetzte. Luther legte in zweifacher Hinsicht auch Grundlagen für unsere Demokratie: Mit der einheitlichen Sprache sowie seiner Weigerung, vor dem Reichstag in Worms seine Thesen zu widerrufen, indem er sich auf die „Freiheit eines Christenmenschen“ berief und den Geist personaler Freiheit und Verantwortung beschwörte, der nur der Heiligen Schrift und seinem Gewissen verpflichtet ist.

Dem Besuch der Wartburg schloss sich ein Stadtrundgang in Eisenach an. Den Tag ließen die UNESCO-Reisenden in einem fränkischen Traditionswirtshaus in Stockheim ausklingen.

Preisverleihung des 61. Europäischen Wettbewerbs im BSZ Kulmbach

05. Mai 2014

Angeregt durch ihren Kunstlehrer Werner Geister fertigten Janna Gobbelt und LucaHa-Janna Gommelt-LR-Luca de Ridder-Jochen-Werner Geister-Erhard Hildner de Ridder, Schülerinnen der FOS Kulmbach, zu dem Thema „Macht Armut dumm?“ ein Aquarell und eine Collage für den diesjährigen Wettbewerb an. Unter 85.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland wurden beide mit einem Landessieg in Bayern ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung erläuterten sie ihren Mitschülern und Ehrengästen die Intention ihrer Werke. Landrat Söllner würdigte die Leistung der Schülerinnen und ihr persönliches Engagement für die europäische Idee. Vom UNESCO-Club wurden die Preisträgerinnen mit einem Buchpreis geehrt. Hartmut Schuberth gratulierte ihnen zu ihrem Eintreten für die europäische Einigungs- und Friedensbewegung sowie zu ihrer Motivation und Leistung.

Nominierung der Limmersdorfer Lindenkirchweih für die Liste des immateriellen Welterbes

www.br.de/nachrichten/oberfranken/tanzlinde-limmersdorf-weltkulturerbe-100.html

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/limmersdorfer-lindenkirchweih-soll-weltkulturerbe-werden

http://www.sueddeutsche.de/bayern/die-kandidaten-meistertrunk-und-kinderzeche-1.1868643-16

Jahreshauptversammlung mit Vortrag „Im Zeppelin abgeschossen und nicht gerettet: Das Schicksal des Kulmbachers Georg Baumann“

23. März 2014

P1150075Zur Jahreshauptversammlung, an der auch Landrat Klaus-Peter Söllner teilnahm, wurden die Projekte, Veranstaltungen und Zusammenkünfte der vergangenen 12 Monate in einem Rückblick zusammengefasst und die Weichen für das nächste Jahr gestellt. Die ambitionierten Projekte in Cumalikizik/Türkei und Tansania sollen unter anderem weiterhin nach Kräften unterstützt und vorangetrieben werden. Zum Abschluss der Versammlung zeigte unser Mitglied Wolfgang Schoberth, bekannt als Kenner und Forscher unserer Heimatgeschichte, in einem interessanten und spannenden Vortrag das Schicksal des jungen Kulmbachers Georg Baumann auf, der 1916 mit einem Zeppelin vor der niederländischen Küste abstürzte. Das bewegende tragische Schicksal der Zeppelinbesatzung führte Wolfgang Schoberth eindrucksvoll vor Augen.

Kuchenbasar für das Projekt One World Secondary School Kisangara in Tansania an der Wirtschaftsschule in Neuenmarkt

3. Januar 2014

Spendenübergabe-Kathrin Mann+Ha+Schülerin+Joanna+Joachim MeierAm Freitag, den 20. Dezember 2013, führte die Klasse WS10 der Wirtschaftsschule in Neuenmarkt, auf Anregung von Joanna Kirschner-Roth, einen Kuchenbasar zu Gunsten des Schulprojektes von Dr. Köhler in Tansania durch. Der Erlös von 250 € soll zur Finanzierung eines Hilfstransportes dort benötigter Sanitäreinrichtungen dienen. Die Spendenübergabe fand im Beisein von Katrin Mann, Hartmut Schuberth, Nathalie Weiß, Joanna Kirschner-Roth und Joachim Meier statt (s. Foto, von links nach rechts).

Weihnachtsfeier in Obergräfenthal

17. Dezember 2013

WeihnachtsfeierAuch in diesem Jahr fand die traditionelle Weihnachtsfeier des UNESCO-Clubs Kulmbach im Landhaus Gräfenthal in Obergräfenthal statt. Gutes Essen, eine wunderbare musikalische Untermalung von Wolfram Müller und Rolf R. Weber, ein spannender Vortrag über die internationale Schülerakademie in Kisangara/Tansania von Joanna Kirschner-Roth und ein interessanter Jahresrück- und ausblick vom 1. Vereinsvorsitzenden Hartmut Schuberth machten die Weihnachtsfeier zu einem gelungenen Abend.

Bewerbung um Aufnahme der kulturellen Ausdrucksform „Tanz auf der Linde“ auf die Liste des „Immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO

11. Dezember 2013

Die Limmersdorfer Lindenkirchweih soll in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen werden! Diese Meldung örtlicher und überregionaler Medien sorgte in der 1. Dezemberwoche 2013 bei manchen für ungläubiges Staunen – es handelt sich dabei nicht um maßlose Selbstüberschätzung, sondern um den Anspruch auf Anerkennung einer kulturellen Ausdrucksform, die vor etwa 300 Jahren entstand und bis in die Gegenwart lebendig ist.

Nachdem Deutschland das von der UNESCO schon 2003 verabschiedete Übereinkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes erst zum Juli 2013 ratifiziert hatte, suchten wir im UNESCO-Club nach kulturellen Ausdrucksformen in der Region, die den Anforderungen des von der UNESCO aufgestellten Kriterienkataloges für diese Liste gerecht werden könnten. Im Gespräch mit Frau Prof. Hengelhaupt aus Bamberg stieß Sandra Bali auf die Tanzlindenkerwa in Limmersdorf. Um mehr über den Bewerbungsmodus für diese neue Liste, auf der mittlerweile rd. 290 kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen verzeichnet sind (u.a. die türkische Kaffeekultur sowie die Heilig-Blut-Prozession in Brügge), besuchte Frau Bali im Mai 2013 mit Hartmut Schuberth eine Fachtagung der DUK „Immaterielles Kulturerbe“ in Leipzig. Nach einem weiteren Gespräch  mit Frau Prof. Hengelhaupt waren beide der Überzeugung, dass unsere kulturhistorisch vielfältig geprägte Region mit mehreren kulturellen Ausdrucksformen das Potenzial hat, auf die Liste aufgenommen zu werden und neben Ober- und Niederbayern, die sich zum Beispiel mit der Landshuter Hochzeit bewerben werden, unbedingt Flagge zeigen sollte. Im Juni 2013 wurde Landrat Söllner kontaktiert und bei einem weiteren Gespräch im Landratsamt Veit Pöhlmann, der 1. Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung und Förderung der Limmersdorfer Kirchweihtradition, für das Vorhaben gewonnen, „seine Kerwa“ für diese weltweite Liste zu melden! Auf der Basis der von Veit Pöhlmann zur Verfügung gestellten Vereinsunterlagen erarbeitete Sandra Bali das Konzept für die Bewerbung, das dann mit Herrn Pöhlmann in die endgültige Fassung gebracht wurde. Nur bis November 2013 konnten sich in einer erstmaligen Runde Vereine und Organisationen mit kulturellen Ausdrucksformen (Traditionen, Rituale, Feste, Handwerkstechniken,…) um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des „Immateriellen Kulturerbes“ bewerben. Nur zwei Projekte pro Bundesland (insgesamt 32 und 2 länderübergreifende Projekte) werden an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergeleitet, die eine Vorschlagsliste erstellt, die von einem Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) geprüft wird. Dieses trifft im Benehmen mit dem Beauftragten der Bundesregierung eine Auswahlempfehlung, die von der KMK bestätigt wird. Die Staaten können aus dieser nationalen Liste Vorschläge an die UNESCO in Paris einreichen, über die im November des Folgejahres entschieden wird. Erste Nominierungen aus Deutschland für die internationale Liste könnten deshalb frühestens 2016 erfolgen.

Welterbe-Exkursion in die Niederlande und nach Belgien

12. Oktober 2013

P1140809 UC KU vor Windmühle-1013Die diesjährige Welterbe-Exkursion führte die Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach in die Niederlande und nach Belgien. Besucht wurden Amsterdam, Rotterdam, Brügge, Gent und Brüssel. Die Eindrücke waren Überwältigend.

Bericht Welterbe-Exkursion Niederlande

Erfahrungsbericht zur 1. Jugendakademie in Kisangara/Tansania von Joanna Kirschner Roth

12. Oktober 2013

Erfahrungsbericht Joanna Kirschner-Roth

Förderung der Jugendakademie in Kisangara/Tansania

13. September 2013

Förderung Joanna Kirschner-Roth-130913Vom 25. September bis zum 01. Oktober 2013 findet die erste Europäisch-Afrikanische Jugendakademie in Kisangara/Tansania statt. Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg unterstützt dieses Projekt seit Beginn der Planungen. Als Vertreterin des Berufsschulzentrums Kulmbach nimmt die Schülerin Joanna Kirschner-Roth an der Akademie teil. Zusammen mit etwa 50 SchülerInnen aus fünf anderen bayerischen und 11 niedersächsischen UNESCO-Projekschulen fliegt sie, betreut von der Landeskoordinatorin Frau Birgit Steidel-Paschold, nach Tansania. Zur Bestreitung der Kosten für Visum, Impfung und Versicherungen und als Anerkennung für das herausragende Engagement Joannas übergab Hartmut Schuberth der Schülerin 100 Euro aus Mitteln des Clubs. Wir freuen uns auf einen spannenden Erfahrungsbericht bei einem der nächsten Monatstreffen!

Wanderung auf den Spuren Jean Pauls

12. September 2013

IMG_8337 IMG_8332 Die schlechten Wetterprognosen hielten die wanderfreudigen Mitglieder des UNESCO-Clubs Kulmbach Plassenburg nicht von Ihrem Vorhaben ab, eine Teilstrecke des zum 250. Geburtstag Jean Pauls neu eingerichteten Themenweges zu erwandern. Zur Belohnung rissen pünktlich zum Start die Wolken auf und bescherten eine wundervoll romantische Abendstimmung. Gute sieben Kilometer führte uns der Rundweg von Wonsees durch das Wacholdertal nach Kleinhül, weiter über wunderschöne Wald- und Feldwege nach Sanspareil und von dort zurück nach Wonsees. Zahlreiche am Wegesrand aufgestellte Thementafeln mit literarisch-philosophischen Auszügen ließen uns die „arkadische Landschaft“ durch die Augen des Dichters sehen. Eine gemütliche Einkehr im Wonseeser Gasthaus „Zur Krone“, in welchem gerade „Kerwa“ gefeiert wurde, rundete den Abend ab – sicher ganz im Sinne des Genießers Jean Paul!

 

Gäste aus Bursa beim UNESCO-Club Kulmbach

04. Juli 2013

Der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg lud die Gäste aus der Partnerstadt Bursa, LR + Bursa-040713die sich gegenwärtig in Kulmbach aufhalten, zu einem gemeinsamen Abend ein: 11 Schüler der Tophane-Berufsschule, die mit Direktor Ismail Basaran und Projektkoordinator Hüseyin Köse zum 41. Praktikantenaustausch mit dem Beruflichen Schulzentrum gekommen waren, Tülay Seiner mit zwei weiteren Erzieherinnen des ÇEK ÖZEL BEŞEVLER Kindergartens, der mit dem Paul-Gerhardt-Kindergarten seit vier Jahren eine Partnerschaft pflegt, sowie die beiden Vorsitzenden des UNESCO-Clubs Bursa-Tophane, Hüseyin Köse und Kadir Gümüs. Die Gäste aus Bursa informierten über das gemeinsame Projekthaus in Cumalikizik, das von beiden Clubs und Schulen restauriert wurde und nun als Gästehaus und Museum genutzt wird. Sie dankten für die vielfältige Unterstützung aus Kulmbach für dieses für die Dorfentwicklung wichtige Projekt, das vom Kulmbacher UNESCO-Club angeregt und von der EU finanziert wurde. Die Bewohner wurden sich des kulturellen Schatzes bewusst, über den sie verfügen, und den sie zur Freude der vielen Besucher präsentieren können: Fachkundig, stilgerecht restaurierte Häuser statt Betonsanierungen, kulinarische Angebote aus den eigenen Gärten und Feldern sowie nach handwerklicher Tradition gefertigte Bekleidungs- und Gebrauchsgegenstände. Das Projekt habe auch eine Veränderung der Frauenrolle bewirkt: Heute sei es selbstverständlich, dass die Frauen auf dem Markt ihre selbst gefertigten Produkte anböten und einen Beitrag zum Familieneinkommen leisteten. Vorsitzender Hartmut Schuberth bedankte sich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft, die eine Delegation des Clubs auf ihrer Frühjahrsexkursion erfahren durfte und versprach, dass die Kulmbacher die Vermarktung des Gästehauses beider Clubs u.a. über ihre Homepage (www.unesco-clubkulmbach.de ) unterstütz und auch weiterhin den Praktikantenaustausch fördern werden. Landrat Klaus-Peter Söllner zollte der jahrzehntelangen erfolgreichen Zusammenarbeit der Schulen und Clubs seine Anerkennung, von der er sich schon zweimal vor Ort selbst überzeugen konnte.

Beeindruckt zeigten sich Gäste und Gastgeber von der anschließenden Nachtwächterführung, die sie in mittelalterliche Geheimnisse unserer Stadt entführte.

 

Vortrag zum Thema „Slow-Food“ von Jörg Düreth

13. Juni 2013

Im Rahmen des Juni-Mitgliedertreffens des UNESCO-Clubs Kulmbach reVortrag Slow Food 2ferierte Jörg Düreth anschaulich über die Philosopie der Non-Profit-Organisation Slow Food, einer weltweiten Vereinigung von Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die Kultur des Essens und Trinkens lebendig zu halten, eine verantwortliche Landwirtschaft und artgerechte Viehzucht zu fördern und Wissen über die Herstellung und Qualität von Nahrungsmitteln zu vermitteln. 2012 wurde die Slow Food Sinnesschulung in den Bildungskanon der UNESCO aufgenommen.

 

Neue Vorstandschaft / New Board of Directors

März 2013

Werner Eschenbacher wurde nach 16 Jahren als Vorsitzender verabschiedet. Hartmut Schuberth und Sandra Bali rücken nach.

Alter und neuer VorstandEiner der größten UNESCO-Clubs Deutschlands hat einen neuen Vorsitzenden: Werner Eschenbacher, der frühere Schulleiter der Hans-Wilsdorf-Schule, der den Club seit seiner Gründung 1997 geführt hat, wurde durch Hartmut Schuberth abgelöst, der bisher sein Stellvertreter war. Schuberth war bis letzten Sommer UNESCO-Schulkoordinator des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach.

Neue zweite Vorsitzende ist die Kunsthistorikerin Sandra Bali, die seit Jahren engagiert das Projekthaus des Clubs in Cumalikizik nahe der Partnerstadt Bursa mitgestaltet hat. In der Jahreshauptversammlung wurden die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden gewürdigt: Eschenbacher habe im beruflichen Bereich als einer der Ersten den UNESCO-Gedanken aufgegriffen und zusammen mit Hartmut Schuberth 1985 den Praktikantenaustausch mit Bursa eingeleitet. Maßgeblich habe er auch die Städtepartnerschaft Kulmbachs mit der türkischen Millionenstadt Bursa auf den Weg gebracht. Auch an den freundlichen Kontakten zur türkischen Gemeinde in Kulmbach, den vielen gemeinsamen Veranstaltungen, habe Eschenbacher großen Anteil. Ein besonderes Anliegen seien ihm Exkursionen zu UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten gewesen, die jeweils großen Zuspruch finden.

Werner Eschenbacher wurde für sein langjähriges Engagement und für seine maßgeblichen Verdienste als Ehrenvorsitzender des UNESCO-Clubs Kulmbach ernannt.

Projektskizze Tansania

Der UNESCO-Club Kulmbach und die Hans-Wilsdorf-Schule haben im vergangenen Jahr das Projekt „Modellschulen für Afrika“ des ehemaligen Bundeskoordinators Dr. Karlheinz Köhler in Tansania unterstützt. Diese Unterstützung will der Club auch in Zukunft fortsetzen. Für die Schule ergibt sich die viel versprechende innovative Möglichkeit, sich einem Kreis von 5 bayerischen UNESCO-Projektschulen anzuschließen, die eine mittelfristige Zusammenarbeit mit der von Dr. Köhler in Tansania gegründeten Schule anstreben. Als Ziel schwebt den Beteiligten vor, einmal jährlich in Tansania eine Schülerakademie durchzuführen. Diese müsste vorbereitet werden, wozu die modernen Medien genutzt werden sollen. Näheres ist der beigefügten Projektskizze zu entnehmen.

>> Projektskizze_Tansania herunterladen (PDF-Datei)